Misatango: Tango auf die Chor-Bühne gebracht

Tangomelodien im Chorensemble zum explosiven Feuerwerk vereint: auch diesen September verführt das Misatango-Festival im Wiener Konzerthaus wieder mit südamerikanischen Rhythmen!

Es waren zwei musikalische Prägungen im Leben des argentinischen Komponisten Martín Palmeri, die später in Misatango miteinander verschmelzen sollten: die Tangomusik und das Dirigieren von Chören.
Palmeri träumte bereits lange davon, die beiden zu arrangieren mit dem gleichzeitigen Streben, die Essenz des Genres zu bewahren. Der 52-Jährige wusste, das dies nicht einfach sei, da zwar einerseits ein Chor-Repertoire mit Tango-Arrangements bestand, dieses aber bei weitem nicht zufrieden stellend war. Andererseits sind die technischen und expressiven Möglichkeiten von Chorstimmen großartig, dennoch ist es ein anderes, jene Präzision zu erreichen, die das Tango-Genre erfordert.

Tango auf Latein

Unter Berücksichtigung dieser Spezifika machte sich der Südamerikaner zwischen 1995 und 96 an die Arbeit und entwickelte Misatango in lateinischer Sprache. Die Wahl auf das Lateinische ist dabei laut Palmeri darin begründet, dass einerseits Chormusik über die Jahrhunderte hinweg unabdingbar mit der dieser Sprache verknüpft ist. Andererseits war es eine ästhetische Entscheidung: denn die indogermanische Ausdrucksweise gibt dem Werk eine zurückhaltende, ja, esoterische Qualität, die aus Sicht des Dirigenten viel mit dem Tango – vor allem dem progressiven – zusammenhängt.

Seit seiner Uraufführung im Teatro Broadway in Buenos Aires 1996, wurde Misatango in weiten Teilen Südamerikas, den USA, Israel und vielen weiteren europäischen Städten aufgeführt. Zudem partizipierte die Messe bei diversen Festivals, wie 2013 dem Festival Internazionale de Musica e Arte Sacre in Rom oder 2014 beim Festival C´est pas Classique in Nizza.

Misatango in Österreich!

Mittels des Misatango-Festivals hielt im Februar 2017 das außergewöhnliche Konzept endlich auch Einzug in die Weltmusikhauptstadt Wien und geht diesen September bereits in die zweite Runde. Unter der Leitung des renommierten Dirigenten Saul Zaks, mit Martín Palmeri am Klavier, der Sopranistin Carla Filipcic Holm als Solistin sowie Pablo Mainetti am Bandoneón, werden am 2.September über 150 SängerInnen aus aller Welt gemeinschaftlich die zeitgenössische Misa a Buenos Aires musizieren und Ihnen einen Einblick sowohl in die lange Chortradition als auch die feurige Tangowelt gewähren. (Quelle: misatango.com)

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