Modefieber im Museumsquartier

Wien wird zur Modemetropole. Designer von jung bis etabliert, heimisch bis international, im Prêt-à-porter und Casual-Stil präsentieren auf der fünften MQ Vienna Fashion Week ihre neusten Kreationen. Pop-Up-Store und Workshops inklusive.

Im Museumsquartier kann man diesen September schon einen Blick in die Zukunft erhaschen. Na gut, wie es in einem Jahr in der Liebe aussehen oder wie heiß der Sommer 2014 werden wird, steht noch in den Sternen. Dafür lässt sich schon erahnen, in welchem neuen Bikini-Modell man sich nächstes Jahr braten lassen kann. Auf der fünften MQ Vienna Fashion Week können nämlich bereits die neuesten Ausgeburten der Modewelt für Spring/Summer 2014 beäugelt werden. In über 60 Shows zeigen heimische und internationale, junge und etablierte Designer die neuesten Trends. Ob bauchfrei endgültig wieder auflebt und die Glockenhose ein Revival feiern wird? „Das ist eine Überraschung“, hüllt sich Organisatorin Zigi Mueller-Matyan in Schweigen. „Aber es wird ähnlich wie international. Da ist alles möglich: gedeckte und bunte Farben, ohne und mit Spitze, tief ausgeschnitten und zugeknöpft.“

MQ Vienna Fashion Week

MQ Vienna Fashion Week

Aber hat Wien als Modestadt gegen anderen Fashionmetropolen wie Berlin, Mailand und New York überhaupt eine Chance?  „Aber sicher! Schritt für Schritt nähern wir uns internationalen Fashion Weeks an. Und es gibt riesen Potential“, sagt Mueller-Matyan. Als erste Stadt im Westen habe Wien nämlich einen entscheidenden Vorteil. Auch Modeschöpfer aus Ländern wie Ungarn, Rumänien, der Slowakei und der Ukraine zeigen ihre Novitäten. Und die haben so einiges zu bieten.

Die MQ Fashion-Wochen der letzte Jahre haben es gezeigt: auch die Wiener sind modehungrig. „Wir haben jedes Jahr um die 10 000 Besucher. Die sind begeistert und kommen immer wieder. Das österreichische Publikum ist modeinteressiert“, meint Mueller- Matyan. Das kann man von der Stadt Wien nicht behaupten. Während andere Fashion-Dynastien ihre Models auch auf Basis öffentlicher Geldern über den Laufsteg stöckeln lassen, wird bei uns in Sachen Mode wenig Unterstützung geboten. „Barcelona bekommt von der Stadt jährlich 1 Million Euro Zuschuss. Seitens der Stadt Wien ist die Fashion Week noch nicht anerkannt“, schmunzelt die Organisatorin.

Die Besucher kommen dennoch keinesfalls zu kurz. Einige Designer lassen uns Mode-Laien am kreativen Kreationsprozess teilhaben. Workshops gibt es zum Beispiel von AND_I, bekannt für seine schrägen Schmuckkollektionen für diverse Sternchen. Lady-Gaga etwa führte seine Accessoires im Musik-Video von Paparazzi aus und auch Milla Jovovich, Kesha und Beyoncé gehören längst zum Fanclub. Wie man Mode nachhaltig designed, erfährt man von der Französin Juliet Imbert. T-Shirts, Röcke und Mäntel in schrill-leuchtendem Pop-Art Design? Der Italiener Rebel Yuth zeigt wie’s geht.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=4wTwLncfK7E

Für alle, die nicht mehr auf die neue Badesaison warten wollen, um in brandgeschneiderte Badehose zu schlüpfen, gibt es heuer ein besonderes Leckerli. Die Designs kann man im Pop-Up-Store erwerben. Die Preise schwanken zwischen 50 und 1000 Euro. Für Besitzer von Geldbörserln jeder Gewichtsklasse dürfte also etwas dabei sein. (ar)

 

Von 11. Bis 15. September im Wiener Museumsquartier dürfen sich Modehungrige an jeder Menge Fashion-Highlights erfreuen.

 

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