Motörhead – Bad Magic

Mit “Bad Magic” veröffentlichen die britischen Hardrock-Heroen Motörhead am 28. August ihr 22. Studioalbum – und zeigen trotz Lemmys angeschlagener Gesundheit keine Schwäche.

 

„49% Motherfucker, 51% Son Of A Bitch“ war einmal, der größte (wenn nicht einzige) noch lebende Rockgott, Lemmy, muss bekanntlich Jahr für Jahr kürzer treten und sieht – gelinde ausgedrückt – nicht mehr sonderlich fit, sondern vielmehr gezeichnet aus. Dass er trotz aller Gebrechlichkeit zumindest immer noch will, davon konnte man sich erst kürzlich am Nova Rock mit Gänsehaut überzeugen, Lemmy ist vielleicht kein ungestümer Rabauke mehr, die sture Fuck-Off-Attitüde, die er auch im Interview mit der Krone bewies, ist ihm jedoch immer noch anheim.

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Jene findet man auch am 22. Album einzementiert, hier ist zu keiner Sekunde Altersmilde oder -schwäche zu spüren, was freilich auch dem vergleichsweise jugendlichen Ungestüm der Kollegen Wizzö und Mikkey zuschulden ist. Vielmehr ist „Bad Magic“ erneut ein erstaunlich breitbeiniger Bastard geworden, der Motörhead nach wie vor als gemeingefährlichen Bomber präsentiert, Snaggletooth lässt noch nach all den Jahrzehnten ein feistes Grinsen aufblitzen, mit messerscharfen Reißern – dritte Zähne: Fehlanzeige. Hervorzuheben sind hier nebst Lemmys Omnipotenz erneut Phils sensationelle Lead-Arbeit, wie auch die stets gelungene Symbiose aus Punk’n’Roll. Diese macht dann sogar den abschließenden Stones-Klassiker „Sympathy For The Devil“ amtlich krachen.

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