Mountainfilm-Festival 2017: Mehr als nur Filme schauen

Bergfexe oder Lifestyle-Wanderer, sie alle fiebern darauf hin: Von  14.-18.11. werden beim Mountainfilm Graz wieder die besten Abenteuer in die grüne Landeshauptstadt geholt.

Gegründet im Jahr 1986, und von Beginn an als internationales Festival ausgerichtet, lockt das Mountainfilm Graz Jahr für Jahr vom Weltreisenden mit Rucksack bis hin zum Boulderer unzählige Naturliebhaber in die Steiermark. Man hat aber auch auf die medialen Entwicklungen reagiert und die Natur ins Netz geholt.

Spannende Bergsportdokumentationen, faszinierende Naturfilme und beeindruckende Portraits über herausragende Persönlichkeiten aus aller Welt werden beim Mountainfilm Graz 2017 in 137 Filmen und vier Kategorien verpackt. Darunter finden sich zahlreiche Premieren mit Bühnengesprächen, wie die “This is Home“-Premierentour (18.11.), die spektakuläre Tricks an verschiedensten Hindernissen zeigt oder die Europa-Premiere von Steve Wakefords “Magnetic Mountains” (14.11.). Wakeford stellt darin die Frage des in Kauf genommenen Risikos an Spitzenathleten. Er selbst stürzte beim Sport 70 Meter abwärts und unterzog sich einer monatelangen Rehabilitation.

Weitere Highlights im Festivalprogramm sind sicherlich die Premiere der Dokumentationsserie “Brahmaputra” (16.11.) und Jan Hafts “Biene Majas wilde Schwestern” (17.11.). Widmet sich Heinz Leger in “Brahmaputra” dem gleichnamigen Fluss, der von der Quelle im tibetischen Hochland bis zur Mündung in den indischen Ozean fließt, gibt der deutsche Filmemacher Jan Haft noch nie zuvor gesehene Einblicke in die unglaubliche Welt der Bienen und ihre erstaunlichen Anpassungen unter verschiedenen Lebensbedingungen.

Neben den ‘großen’ Screenings werden 2017 erneut der “Alpin-Oscar Graz” und die “Kamera Alpin Austria” für den besten österreichischen Film vergeben und zudem ein Filmbewerb für die Online-Community abgehalten – denn auch im Alpinismus geht man mit dem Trend: Film ist nicht mehr nur eine Einbahnstraße zwischen Professionalisten und dem Publikum. Film hat sich zu einer Kommunikationsplattform in Internetblogs, Foren und dem Social Media entwickelt. Mit dem “Open Screen Bewerb” wird das Online mit dem Offline verbunden, die lokale Szene erhält wieder einen realen Ort zum Austausch. Nach einem Voting über die besten Kurzvideos im Web werden die drei besten Videos am Festival projiziert und prämiert. So erhält auch die begeisterte Outdoor-Filmszene einen Auftritt.

Bilder (v.l.n.r.): Jeremy Bernard, Rich Wheater, Klaus Feichtenberger, Matt Pycroft, Jeremy Bernard

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