Mumford & Sons – Wilder Mind

Als Mumford & Sons ihr neues und drittes Album „Wilder Mind“ am 9. März im intimen Rahmen im Londoner Club Oslo vorstellten, wurde auch im Publikum die Frage laut: „Was wurde aus dem Banjo?“

Denn: Bereits im Vorfeld wurde verlautbart, dass selbiger Trademark (einstweilen?) in die Ecke gestellt wurde. Ein Hoax? Ein Scherz? Nein. Das Resultat? Nun, die britischen Folk-Rocker wirken „heavier“, gerade epische Stücke wie „Ditmas“ und „Snake Eyes“ leben von den verzehrenden Soli, Stücke wie „Monster“ und „Hot Gates“ lassen Einflüsse von The National erkennen.

Das Banjo ist also flöten, ebenso Akustikgeklimper und die stampfend-polternde Bassdrum. Einzug erhielen dafür Synthesizer, spacige Mellotrone, Konservendrums und ein Gitarrensound im Ausmaß, als hätten Muse mit U2 kopuliert. „Man fühlte sich vom alten Sound ausgebrannt“, hieß es. Oftmals geraten Stilkorrekturen zu einem Griff in den Gulli, aber hier, hier jedoch fühlt man den Phönix aus der Asche steigen – man spürt den frischen Wind, die gestärkte Brise, die auch Produzent James Ford (Arctic Monkeys) zuschulden ist. Dabei lässt „Wilder Mind“ mehr Spielraum „zwischen den Zeilen“, ist weniger durchexerziert als die Vorgänger. Eine Gabe der Klasse Led Zeppelin. Hut ab!

 

 

 

“Wilder Mind” von Mumford & Sons erscheint am 1. Mai bei Universal Music.

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