Muse – Drones

Matthew Bellamy, seines Zeichens Gitarrist, Sänger, Frontmann und diesmal alleiniger Songschreiber hat im Vorfeld zu „Drones“ angekündigt, dass man fortan (oder zumindest einstweilen) den elektronisch-orchestralen Ballast reduzieren möchte, „Drones“ wieder „zurück zum Ursprung“ führen soll.

 

Dies gerät schließlich in der Ausführung sowohl zum Vor-, wie aber auch zum Nachteil: Während das Potpourri von Stadion-Luftballon-Hymnen („Dead Inside“, „Defector“, „Revolt“) bis knackig-grollenden Monstern („Psycho“, „Reapers“) reicht, wirkt „Drones“ in der Gesamtbetrachtung stellenweise sowohl mit Füllmomenten gratiniert, wie auch an anderen Stellen kastriert, dort, wo man sich vormals überbordende Exzesse gestattete. Insbesondere aus dem zwar überlangen „The Globalist“ – mit Morricone-Klängen, die auf Nevermore treffen – hätte man mehr holen können, und gerade „Aftermath“ enttäuscht nach einem Einstieg, der sowohl an Pink Floyd, wie auch Jacksons „Earth Song“ erinnert, mit fehlenden Akzenten.

 

 

Ebenso fällt auf, dass es Bellamy diesmal nicht durchgehend gelingt, seine variable Stimme stets gekonnt einzusetzen: Manie funktioniert hervorragend, Bittersüße und der Himmelfahrtsduktus ebenso, die elendige Verzweiflung des Protagonisten jedoch nur selten. Medioker.

 

 

Muse spielen dieses Jahr am Rock In Vienna.

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