Nova Rock In Vienna

Bisher war das sommerliche Mekka für alle heimischen Rock-Fans das burgenländische Nova Rock Festival. Kommende Saison bekommt selbiges Konkurrenz und der geneigte Besucher mehr Auswahl: Denn in der Bundeshauptstadt findet erstmals das Rock In Vienna statt.

 

2005: Erstmals wird in Österreich in der Nickelsdorfer Puszta, auf den Pannonia Fields, das Nova Rock Festival abgehalten. Das Debüt war zwar geprägt durch schlechtes Wetter, mit Headlinern wie System Of A Down, Die Ärzte, The Prodigy und Green Day musste man jedoch neidlos zugestehen: Das Line-up war allererste Sahne.
Zeitsprung in das Jahr 2015: Eine Wettervorschau können wir noch nicht treffen, ein leicht verschleierter Blick in die Zukunft ist aber dennoch möglich. Denn kürzlich wurde bei einer Pressekonferenz in Wiens neuem Addicted-to-Rock-Store ein Festival in der Bundeshauptstadt bekannt gegeben. Hinter dem Rock In Vienna steht der Veranstalter DEAG (Deutsche Entertainment AG), der nicht nur die neue Grüne Hölle am Nürburgring veranstaltet, sondern auch das Rockavaria im Münchner Olympiapark sowie das Rock The Ring in der Schweiz.

 

Angebot und Nachfrage
Nicht nur die Tageszeitung Kurier, auch viele Rock-Begeisterte fragen sich freilich: „Braucht Wien ein eigenes Rockfestival?“ Und auch Nova-Rock-Veranstalter Ewald Tatar wurde bei Bekanntgabe „sentimental“ wie er in einem offiziellen Statement schreibt: „Immerhin wird jeder Nova-Rock-Besucher der Vergangenheit, aber auch der Zukunft, quasi als Depp hingestellt, weil er/sie jahrelang Bierkisten geschleppt, im Zelt oder Caravan geschlafen und in freier Wildbahn – dort, wo sich treffenderweise Fuchs und Hase ,Gute Nacht‘ sagen – dem Geist des Rock ’n’ Roll gefrönt hat.“
Wo genau liegt der Hund begraben? Nun: So förderlich unterm Strich Mitbewerb ist, so wichtig die Konkurrenz – in einem kleinen Land wie Österreich ist es nicht einfach, die richtige Waage zwischen „breit gefächertem Angebot“ und „Überschuss“ zu finden. Sowohl das Nova Rock wie auch das Rock In Vienna sprechen die gleiche Zielgruppe und streben rund 50.000 Besucher täglich an – eine Anzahl an Menschen, die bisher allein am Nova Rock zu finden war. Auf der einen Seite stehen Die Toten Hosen, Slipknot und Motörhead (Nova Rock) als Headliner fest, auf der anderen Seite mit Metallica, Muse und Kiss (Rock In Vienna) nicht minder große Namen. Ewald Tatar dazu: „Alle Bands, die jetzt mal (für das Rock In Vienna; Anm.) angekündigt sind, hat man schon ein bis mehrmals am Nova Rock, Frequency oder wie erst unlängst Metallica bei unserem eintägigen Krieau Rocks gesehen.“ Gegenfrage: Wie innovativ sind die alljährlichen Ankündigungen fürs Nova Rock? Aber auch der Kartenpreis des Wiener  Festivals fällt höher aus als für die Konkurrenz auf den Pannonia Fields II. Allerdings: Während für die einen Camping-Atmosphäre zum Festival „einfach dazugehört“, ist für die anderen der Luxus der Infrastruktur einer Großstadt (Green Camping oder Zeltstädten zum Trotz) eine willkommene Neuerung. Und auch der übertragbare Festivalpass für das Rock In Vienna ist eine Innovation, die gern für das Nova Rock „abgeschaut“ werden dürfte.

 

Doppelt hält besser
Ganz gleich, was im Hintergrund abläuft: Ihnen als Kunde und Festivalbesucher wird die Veränderung sicherlich zugutekommen. Sowohl in Wien als auch im Burgenland wird man wohl versuchen, mit möglichst guten Bands und Rahmenprogramm zu überzeugen. Und eigentlich laden bisher beide Line-ups dazu ein, ordentlich das Sparschweinderl zu füttern, es rechtzeitig zu schlachten und sich die doppelte Ladung zu geben.

 

Sowohl Karten für das Nova Rock, wie auch für das Rock In Vienna sind in unserem Ticketshop erhältlich:

Tickets bei oeticket.com

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