Of Mice and Men …

Ob Micky Maus, Donald Duck oder Goofy – seit über 80 Jahren sind die tierischen Charaktere von Walt Disney Garanten für beste Unterhaltung. !ticket traf die drei Hauptprotagonisten zu einem nicht so ganz ernst zu nehmenden Interview.

 

Ihre Filme, Musik und Bücher tummeln sich weltweit in fast jedem Wohnzimmer! Fanposter, Kaffeetassen – kaum ein Superstar hat es soweit gebracht wie Micky Maus, Donald Duck und Goofy. Der Spuren der Zeit ist natürlich auch an ihnen nicht vorüber gegangen – Schönheits-OPs, Starrummel und auch Tiefschläge pflastern ihren sonst so bunten Weg. Dennoch sind die drei Weltstars am Boden geblieben und plaudern ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Ihr steht seit enorm langer Zeit vor der Kamera, auf der Bühne und produziert Musik. Wie geht man mit dem ganzen Trubel um?

Micky: Nachdem ich heuer im November bereits meinen 86. Geburtstag feiere, hab ich mich mit der Zeit natürlich an den ganzen Rummel gewöhnt. Der Anfang war hart, denn damals Ende der Zwanziger-Jahre, wollte man von einer Maus nicht so viel wissen. Mein Entdecker und Manager Walt wollte vorerst mit Oswald dem Hasen groß durchstarten. Dann aber erkannte er mein Talent und – was soll ich sagen – ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich heute bin (lacht).

Donald: (ein spezielles Übersetzungsbüro aus Entenhausen wurde engagiert) Es ist wirklich so, dass die Paparazzi mein Gemüt auch heute noch ordentlich in Wallung bringen! Man hat es als Neffe der reichsten Ente der Welt ohnehin nicht leicht, dazu kommen noch meine drei eigenen Neffen, die nichts als Schabernack im Schilde führen – wenn man sich da nicht aufregen soll, dann weiß ich auch nicht!

Goofy: Ich sehe das alles sehr entspannt. Man darf sich auf keinen Fall aus der Ruhe bringen lassen, von all den Fans und Medien. Sollte es mir zu viel werden, mach ich einfach ein paar sportliche Entspannungsübungen.

Donald, du hast soeben deinen 80. Geburtstag gefeiert. Wie haltet ihr euch jung und frisch?

Donald: Ich fühle mich genauso wie vor 70 Jahren! Dieses ganze Schönheits- und Gesundsheitsgerede ist Schwachsinn! Ich habe mich damals in den Fünfzigern zu einem Augenlifting überreden lassen – und was hat es mir gebracht? Nichts! Nur dass ich Onkel Dagobert ähnlicher sehe. Ich weiß wovon ich rede! Ich habe seit Jahren einen hohen Blutdruck und lebe noch immer ganz gut damit. Diese angezüchteten Intoleranzen und eingebildeten Krankheiten – eigentlich sollten alle in die Irrenanstalt kommen …

Micky: Natürlich ist eine gesunde Ernährung das Um und Auf! Meine Freundin Minnie achtet da ein bisschen darauf. Außerdem bin ich ja Hundehalter und gehe mit Pluto viel spazieren. Ein weiterer Aspekt sind in der heutigen Zeit Schönheits-Operationen. Ich hab mich anfangs ein bisschen dagegen gewehrt, muss aber sagen, dass man mit der Zeit gehen muss und da bleibt oftmals nichts anderes über. Ins Solarium gehe ich beispielsweise schon seit den 1940ern – die waren damals dem Rest der Welt noch untersagt und wurden extra für mich entwickelt. Prinzipiell habe ich schon einiges machen lassen: Nasenverkleinerung, Wangenknochenvergrößerung, Fettabsaugungen im Bereich des Bauches …
Und Donald! Musst du immer gleich so aufmümpfig werden! Goofy – jetzt sag doch auch mal was!

Goofy: Wie schon gesagt, ich halte das alles ganz locker. Ich betreibe einfach sehr viel Sport, da bleibt man gesund! Ob Football, Baseball oder Wasserski – versucht habe ich schon alles! Allerdings muss ich gestehen, dass ich danach meistens mehr Wehwehchen als davor hatte ….

Disney Charaktere, v.l.n.r. Donald Duck, Goofy, Mickey-Maus, ZDF

Ihr habt ja neben euren Berufen als Entertainer auch noch Brotberufe. Was könnt ihr uns darüber erzählen?

Donald: Brotjob! Wenn ich das schon höre! Als Künstler hat man es wirklich nicht leicht heutzutage. Da bleibt man immer auf der Strecke! Einer „normalen“ Arbeit gehe ich nicht nach – das empfinde ich als sinnlos und als Verschwendung meines Talents. Außerdem bin ich des Nächstens auch oft unterwegs und deshalb tagsüber immer müde. Darüber darf ich aber nicht sprechen.

Micky: Ich betätige mich nebenbei noch in einem Detektivbüro. Das macht Spaß, ich treffe immer wieder auf interessante Leute, kann Gaunern wie Kater Karlo ein Bein stellen und das Wichtigste: Ich lerne dabei sehr viel. Und das Leben besteht nun mal daraus, sich ständig weiterzubilden.

Goofy: Um ehrlich zu sein, verstehe ich gerade nicht, was Micky mit seiner Aussage meint. Das ist mir alles zu hoch und zu mühsam. Mir reicht es, ab und an als Superheld durch die Gegend zu flitzen. Mein zweites Standbein Supergoof war eine ziemlich kluge Entscheidung – wer auch immer sie getroffen hat. Ich glaube, ich wurde damals von Paul Murry eingestellt. Das ist schon so lange her, an die sechzig Jahre, dass ich mich jetzt nicht mehr so genau daran erinnern kann.

Nun zu einer persönlichen Frage: Donald, wie gehst du damit um, dass man dir seit Anfang deiner Karriere verboten hatte, Hosen anzuziehen?

Donald: Also im Prinzip ist das kein Problem, ich brauche sie ja nicht wirklich, außer zum Schwimmen und da habe ich eine Badehose. Wenn ich allerdings genauer darüber nachdenke, wird mir auf einmal bewusst, dass ich der einzige von uns dreien bin, der keine Hosen tragen darf! Eine bodenlose Frechheit im Endeffekt!

Micky, du stehst ja auch heuer noch im Wiener Konzerthaus bei „Disney’s FANTASIA live in Concert“ auf der Bühne – wie wird dieser Abend für das Publikum ablaufen?

Micky: Das wird ein herrlicher Abend für Jung und Alt werden! Ich werde in die Rolle des „Zauberlehrling“ von Paul Duka springen. Ein ganz großes Orchester wird mich begleiten, während ich auf der Leinwand dahinter zu sehen bin. Ein Spektakel!

Donald: (zu Micky) Na klar, jetzt heimst du wieder Lorbeeren ein! Ein Schicksal, das ich seit meiner Geburt mit dir teile! Du fällst immer auf die Butterseite, während ich Tag ein Tag aus mit lästigen Verwandten, Eichhörnchen und Gänsen zu kämpfen habe.

Zu einer weiteren Produktion, die euer Manager im Jahr 1964 als Film auf die Leinwand brachte: „Mary Poppins“. Das gleichnamige Musical wird ja heuer in Wien aufgeführt – könnt ihr euch noch an die Enstehung damals erinnern?

Goofy: Sehr gut sogar! Ich hatte in den Sechzigern nicht sehr viel zu tun, spielte selbst nur ein paar Nebenrollen und versuchte mich ein bisschen im Fußball … das ging übrigens nicht so gut … nun ja … zu Mary Poppins! Ein sehr schöner Film war das! Für die damalige Zeit auch ein kleines Meisterwerk, wenn man bedenkt, dass Menschen gemeinsam mit Trickfiguren schauspielerten! Ich sehe ihn mir auch heute noch gerne mit meinem Sohn Max an. Der ist nach wie vor begeistert. Als Musical kann ich mir das auch ganz gut vorstellen!

 

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