Peter, der Reife

Als Austropop-Urgestein und begnadeter Gitarrist feierte er weit über Österreichs Grenzen hinaus große Erolge. Dann wurde es ruhiger um ihn. Und aus dieser Ruhe schöpfte Peter Cornelius eine neue, künstlerisch intensive Kraft.

 

Was am damals jungen Sender Ö3 lief, kannte tags darauf das ganze Land. So auch „Die Wolk’n“, der erste Hit des Peter Cornelius. Eingebettet in ein damals typisches ORF-Big-Band-Arrangement, konnte selbst die für Popmusik unzeitgemäße Orchestrierung nicht verhindern, dass hier ein Talent seinen Weg fand.

Die 80er: Aufstieg in die Bundesliga
Die kleine heimische Spielwiese wurde bald zu eng. Peter Cornelius, von Beatles, John Lennon, Bob Dylan und den Kinks inspiriert, wollte herausfinden, wie es sich anfühlt, wenn man in der Bundesliga antritt. 1979 der Schritt über die Grenzen nach München. Die 80er wurden zu seinem Jahrzehnt und Deutschland feierte den Wiener und seine Musik. 1982 fanden sich in den deutschen Charts zur gleichen Zeit zwei Singles („Du entschuldige i kenn di“ / „Reif für die Insel“) und 2 Longplays („Zwei“ / „Reif für die Insel“). Michael Cretu, der Produzent, wurde zum Freund und Peters Gitarrenspiel mit einer Grammy-Nominierung (Enigma) honoriert. Hits und Erfolg brachten auch Big Business und damit auch weniger Freiraum für Kreativität. Klick. Jeder kennt diesen Punkt. Es macht klick und man beginnt nachzudenken. Peter Cornelius nennt das heute „Über das Nachdenken nachzudenken“. Erfolg ist nicht alles.

Die 90er- und Nuller-Jahre: Wieder in Wien
1988 wurden die Koffer gepackt. Peter und seine Frau Uli zogen an den Rand von Wien. Die Umwälzungen im Musikgeschäft waren auch nicht lustig. „Das Geschäft und seine Strukturen zertrampeln Illusionen im Kopf. Die kreative Naivität geht verloren“ meint der Singer-Songwriter heute und begann 1993 damit, was er „Ruhe und Übersicht in sich selbst finden“ nennt. Mit „Ruhen im Tun“ verbringt er sieben Jahre. Dazwischen immer wieder ein Album. Sein 30. Bühnenjahr feiert er auf der Insel an der Donau. Bei „Du entschuldige i kenn di“ hatten 100.000 Menschen Freudentränen in den Augen. Seinen „absichtslosen Spieltrieb“ nennt er den Prozess, wie seine Titel entstehen. „12 neu 12“ titelt das aktuelle Album. Aufgenommen in New York, jener Stadt, in der der Wassermann kreativ zu sich selbst und Gleichgesinnte findet. Live ist Peter mit Band ein musikalisches Gesamterlebnis. Rock, Pop, Blues und dazu die Virtuosität des begnadeten Gitarristen mit dem Backing einer kompakten Band. „I bin do ka Hampelmann“ sang er 1974, und da ist er sich selbst treu geblieben.

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