Pigor & Eichhorn: Volumen 8

Seit bereits 18 Jahren und 8 Programmen ist es eine alte Geschichte, die immer wieder neu bleibt: das intelligent-kritische Hick-Hack des Berliner Kabarett- und Chanson-Duos, das sogar das österreichische Volk zum Lachen bringt. Was Pigor & Eichhorn selbst schmunzeln lässt, was sie privat aneinander nervt und was ihr neues Programm Volumen 8 revolutionär macht. Das erzählen die beiden  im Gespräch mit TICKET.

 

Wie schwer ist es, das Publikum in Österreich zum Lachen zu bringen?

Pigor: Es gibt natürlich kulturelle Unterschiede und die österreichische Öffentlichkeit hat andere Themen als die unsrige. Aber – auch wenn das der Österreicher nicht gerne hört – die Humor-Unterschiede zwischen Österreich-Stadt und Österreich-Land sind größer als die zwischen Berlin und Wien.

 

Welche Chansons kommen bei den Österreichern am besten?

Eichhorn: Maulende Rentner, Kleine dicke Frauen und Hitler. Warum, können wir uns nicht erklären.

 

 

Wer kommt im Schaffensprozess mit welchen Ideen? Gibt es eine klare Aufteilung?

Pigor: Ja. Wenn Eichhorn Texte schreibt, muss er sie zur Strafe selber singen.

 

Wird Eichhorn jemals der Rolle des “Losers” entkommen?

Eichhorn: Er will gar nicht. Er ist doch der Pianist der Herzen.

 

Welche Künstler inspirieren Sie musikalisch?

Eichhorn: Da gibt es viele. In Volumen 8 können Sie Anklänge an Kurt Weill, Frank Zappa und Florian Silbereisen raushören, wenn Sie feine Ohren haben.

 

 

Was bringt Sie persönlich zum Lachen?

Pigor: Etwas, wo ich die Pointe nicht vorhersehen kann.

 

Wann vergeht Ihnen das Lachen?

Pigor: Wenn ich die Pointe schon zwei Sekunden im Voraus weiß.

 

Welche Hick-Hacks haben Sie persönlich miteinander?

Pigor: Eichhorn ist Fußballfan. Pigor relativ desinteressiert und regt sich auf über den Zuschauereinbruch während der WMs und EMs.

 

Welche Eigenschaften/ Angewohnheiten des jeweilig anderen wären kabarettreif?

Pigor: Eichhorns Fußballfernseher in der Garderobe des Niedermair, ist schon kabarettreif.

 

In Volumen 8 gibt es ein dreiminütiges Nickerchen. Werden Sie dem Kabarett müde?

Eichhorn: Der dreiminütige Power Nap ist revolutionär!!! Das hat noch nie jemand vor uns umgesetzt! Viele Künstler schaffen es, dass ein oder zwei Zuschauer einschlafen, aber wir schaffen es, dass das ganze Publikum knackt. Das muss uns erstmal jemand nachmachen!

 

Welche Themen würden Sie noch gern aufs Korn nehmen?

Pigor: Ich verrate jetzt doch nicht, die Songs von Volumen 9. Erstmal Volumen 8, das Programm ist nagelneu, das dampft noch, so neu ist das.

 

Wie schaffen Sie den Spagat zwischen humorvoller Ironie und Beleidigung?

Eichhorn: Indem wir auf die Beleidigung verzichten.

 

Gibt es Themen, die zu ernst sind, um durch den Kakao des Humors gezogen zu werden?

Pigor: Im Prinzip nicht. Aber es gibt Themen bei denen es extrem schwer ist, einen humoristischen Ansatz zu finden, der nicht geschmacklos ist.

 

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