Review: Marina And The Diamonds

Nicht nur optisch sind sie anders, diese zwei Marinas. Die eine, black Beauty, rotzfrech mit „Hollywood“ den „American Dream“ auf die Schippe nehmend und die andere, die wasserstofferblondete Marina, die mit harten Beats in „Primadonna Girl“ die Elektro-Röhre raushängen lässt. Eines haben die beide Gesichter von Marina And The Diamonds gemeinsam: Die unverwechselbare Stimme, die es schafft, innerhalb weniger Sekunden von enorm hohen
in dunkel-tiefe Stimmlagen zu springen. So kennt man Marina. Nun, lernen wir eine weitere Seite der 29-jährigen Sängerin aus Wales kennen. Der Sound ihres dritten Studioalbums „Froot“ ist verletzlicher, ruhiger und elektroarm. Dafür schleichen sich Balladen und mit Disco-Dance angehauchte Songs ein.

Das Album beginnt etwa mit dem langsamen, emotionalen Song „Happy“, der mal so gar nicht nach Glücklichsein klingt. Da erkennt man schon: Marina möchte weg von ihrem Elektro-Pop-Image. Sie selbst ist mit ihrem neuen Werk zufrieden. Sie wollte nun „echte Musik“, die Musik, die sie selbst gerne hören würde, machen. Im Gegensatz zu ihren powervollen früheren Tracks wirkt das etwas langweilig und ihre Stimme dringt in den Hintergrund. Für den Mut zum eigenen Stil gibt’s aber einen Daumen hoch.

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