Review: Placebo – MTV Unplugged

„Es war ein beängstigender, aber wundervoller Abend für uns“, meint Brian Molko nach dem Konzert. Nach 20 Jahren Bandbestehen treten Placebo wieder im gleichen Club auf, in dem sie ihr erstes Konzert spielten: in den „The London Studios“ mit einer MTV Unplugged Session.

placeboVieles hat sich in den letzten 20 Jahren für die beiden Jungs getan. 7 Alben hat Placebo produziert, ihre Songs laufen in den Clubs, Radios und den Ohren auf allen Kontinenten auf und ab. Sie sind zur Weltband geworden. Jetzt geht es wieder darum, auch zum 20er nicht in Vergessenheit zu geraten und etwas Neues auszuprobieren. So pur hat man Placebo tatsächlich nur selten gehört. Die Akustik macht den Sound noch dramatischer und schmiegt sich elegant an Molkos Stimme und schwächt die quietschenden Nuancen darin gekonnt ab. Ganz so imposant wie andere MTV Unplugged Sessions wie etwa Max Herre mit seiner Big Band oder so gänsehauttreibend wie bei Eric Clapton kommt das Konzert jedoch nicht an. Es ist eher wie eine Zeitreise durch die Bandgeschichte mit ein paar überraschenden Ausreißern. Am spannendsten ist dabei der Klassiker „Every Me And Every You“, den die Band gemeinsam mit der dänischen Singer Songwriterin Majke Voss Romme aka Broken Twin performt. Den Abschluss gibt es mit der Akustik-Version von „Bitter End“.

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