Rod Stewart – Another Country

Er hat einen Grammy und einen BRIT Award im Regal, einen Stern am Walk of Fame, wurde gleich zwei Mal in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen und zählt mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern längst zu den Ikonen der Musikwelt: Nun legt der Brite Rod Steward sein 29. Studiosoloalbum vor, das erste, das er selbst aufgenommen hat. Hierauf lässt er seine Fans so dicht an sich heran wie selten zuvor.

 

Das Album beginnt mit einem Country-Folk-angehauchten Song mit starkem Beat, in dem der als Gigolo bekannte Superstar erklärt, was Liebe heißt: Sie ist geduldig, ehrlich, verrückt und kennt keine Grenzen. „Love Is“ geht schon mal richtig ins Ohr und lässt gute Laune auf dem Album vermuten. Heulende Gitarren ertönen auf Song Nummer 2 „Please“. Stewart lässt sich dabei völlig in 70er-Jahre-Rock fallen, die poplastige Note, für die er bekannt ist, spart er aus.

Generell experimentiert der mittlerweile 70-Jährige ganz schön herum, panscht verschiedene Stilrichtungen zusammen: Bei „Love And Be Loved“ schwingt man plötzlich zu Reggae, einen Song später wieder zu irischem Folk. Ein wahlloses Durcheinanderwürfeln oder doch alles nach Plan?

So wie man Stewart kennt, möchte er uns ein bisschen fordern, hie und da aus dem Folk-Konzept rausschmeißen. Ab der Mitte des Albums schlägt die „Happy“-Stimmung des Albums in trauriges Zurückblicken, Schmerz und langsame Lovesongs um. Natürlich darf bei Rod Stewart auch ein „Drinking Song“ nicht fehlen. Fröhlicher schließt das Album. Für das viele Gefühl, die Nostalgie, eingepackt in ein breites musikalisches Repertoire, und das abwechslungsreiche Klangerlebnis gibt es zwei Daumen hoch.

 

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