Rummel um Rammelhof

Mit ihrem Sieger-Hit „Wladimir (Put Put Putin)“ wurden die Gewinner des diesjährigen FM4-Protestsongcontests weit über Österreichs Grenzen bekannt. Nun tritt die große Rammelhof-Invasion in Phase 2.

inforammelhofDie Idee, eine Band zu gründen, schwebte Frontman General Geri schon lange Zeit im Kopf herum. Schlussendlich musste man doch irgendeine Ausdrucksform finden, um die breite Masse zu erreichen und ihr klarzumachen, was in der heutigen Gesellschaft alles so schiefläuft. Und warum sich nicht gleich musikalisch Gehör verschaffen? Es wurden Mitstreiter gefunden, die sowohl Rhythmusgefühl als auch eine gesellschaftskritische Meinung mitbrachten. Songs wurden geschrieben, das Bandkonzept war auch schnell klar, hatte man schlussendlich einen eigenen Panzer in der Garage stehen und verbindet die Bandmitglieder eine gemeinsame Vergangenheit beim Bundesheer.

Auch der Bandname war mit Rammelhof schnell gefunden – zu diesem schmucken Örtchen im Waldviertel hegen die Bandmitglieder eine ganz besondere Zuneigung. Nun galt es noch ein Video zu drehen, damit die p. t. Gesellschaft nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Augen bekam. Mit Filmemacher Anthony Jacobson wurde ein würdiger Jünger mit ins Boot geholt, der Inhalte und Thematiken auch visuell top aufbereitete. Der Rest liest sich wie ein eigenes kleines Rammelhof-Märchen:
Als Gewinner des FM4-Protestsongcontests konnten sie etwas Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als es ihr Video zu „Wladimir (Put Put Putin)“ schlussendlich über YouTube in die Ukraine, nach Russland und in die USA schaffte, war ein Hype nicht mehr aufzuhalten. Medien weltweit berichteten über die kleine hiesige Band, die den großen Machtinhabern ihren musi- kalischen Mittelfinger mitten ins Gesicht streckte.

"Putin's Nightmare" ab 15. September im Wiener Rabenhof.

„Putin’s Nightmare“ ab 15. September im Wiener Rabenhof.

Seither sind ein paar Monate ins Land gezogen, Rammelhof verbarrikadierten sich in ihrem Bunker, um weitere Ideen zu sammeln und ein musikalisches Bühnenstück, das im Wiener Rabenhof seine Uraufführung haben wird, wurde konzeptioniert.
Die Faszination an der bunten Truppe? Ähnlich wie bei der EAV oder auch Drahdiwaberl handelt es sich um ein Musikprojekt, das mit parodistischem Auftreten und einer komisch-militanten Attitüde daherkommt. Komisch sind allerdings die Inhalte ihrer Songs ganz und gar nicht! Hinter all dem Augenzwinkern verbirgt sich eine sehr ernst zu nehmende, politische Band, die ihr musikalisches Handwerk bestens versteht. Wer schon einmal einem Konzert beiwohnen durfte, der weiß: Hier geht es zur Sache, hier bleibt kein Tanzbein still, hier wird auch zum Nachdenken angeregt. Das ist fast schon musikalischer Aktionismus, den man hierzulande schon längere Zeit nicht mehr gefunden hat.

Tickets für „Putin’s Nightmare“ findet man hier

Tickets bei oeticket.com

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