Rund um die Burg

Foto: (c) Robert Hinterleitner

Seit 25 Jahren bietet die Burg Clam eine atemberaubende Kulisse für hochkarätige Live-Acts. Zum runden Jubiläum gibt’s neben großen Künstlern auch einen kleinen Umbau.

Seit 1990 begeistert das malerische Ambiente der Burg Clam alle Liebhaber der Rock- und Popmusik mit Konzerten aus ebendiesen Bereichen. Nun feierte diese außergewöhnliche Konzertlocation ihr bereits 25-jähriges Jubiläum. Anlass genug, um ein bisschen frischen Wind in das Areal zu bringen. Wir sprachen mit Erfinder und Gründer Michael Ehrenbrandtner über die bevorstehenden Veränderungen, die Geschichte und seine bisherigen Highlights.

Was unterscheidet die Burg Clam von anderen Konzert-Locations?
Zum einen der visuelle Rahmen der Burg, zum anderen wollte man eine Art Woodstock-Flair beibehalten – das ist mein Vorbild. In der Natur mit Decken und Kühltaschen auf ein Picknick sitzen, es gibt keinen militanten Konzertablauf, es ist für jeden etwas dabei, von Kindern bis zur Oma.

Was wird denn nun genau erneuert?
Frei nach dem Motto „größer, feiner, komfortabler“ werden das Geländeund die Bühne adaptiert – diese wird größer, wie es sich für ein 25-jähriges Jubiläum gehört. Außerdem gehen wir weg von Dixi-Klos, hin zu luxuriöseren Toilettencontainern mit Kanalisation – das ist hygienischer, weniger geruchsbelästigend und auch umweltfreundlicher. Noch dazu werden wir die Sitzmöglichkeiten anpassen, sodass man eine bessere Bühneneinsicht hat und die Besucher bequemer sitzen können.

Wie kam es dazu, dass du der Erfinder von Konzerten auf der Burg Clam wurdest?
Ich habe anno dazumal den Grafen (Anm.: Georg Clam-Martinic) in einem Restaurant getroffen und er hat mir erzählt, dass er am Burggelände den Bierverkauf (Anm.: am Burggelände gibt es eine stillgelegte Brauerei) wieder ankurbeln will, und ob ich hier eine Idee dazu hätte. Ich dachte mir, dass sich Bier wohl am besten mit Konzerten verkauft. Ich habe dann ein Konzert mit dem Ostbahn Kurti veranstaltet und kurz danach mit dem Glenn Miller Revival Orchestra. Beide waren ausverkauft, und so nahm die Geschichte ihren Lauf. Mein persönliches Highlight war David
Gilmour – er hat damals nur wenige Konzerte europaweit gespielt und das war dann auch der Durchbruch, dass die Burg Clam als Konzertlocation bekannt war.

Welche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Umgebung?
Perg ist nicht sehr weit weg – da gibt es einige Hotels. Dadurch, dass wir in der Strudengau-Region liegen, die auch radfahrtechnisch recht gut erschlossen ist, gibt es einige Pensionen. Es eröffnen auch einige private Zimmer, da es doch etliche Konzerte gibt und das erkannt wurde. Außerdem können auf unserem Parkplatz auch Wohnmobile bei Veranstaltungen stehen.

Welcher war der älteste, welcher der jüngste Künstler, der je bei euch aufgetreten ist?
Einer der jüngsten war wohl Philipp Poisel oder Wir sind Helden zu ihren Anfängen. Und der älteste Country Joe McDonald – der ist schon bei Woodstock aufgetreten und hat dort den legendären Fuck-Cheer gestartet.

Ein Konzerterlebnis in der Burgarena Clam sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!
21. Juni: Toto/Rodger Hodgson
2. Juli: Slash
5. Juli: Clam Rock u. a. mit Nazareth und Status Quo
12. Juli: Mark Knopfler
19. Juli: Santana
24. Juli: Hubert von Goisern

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