Shout Out Louds – frischer Sound aus Schweden

Mit dem neuen Album Optica  der schwedischen Indie-Rocker kommt neuer musikalischer Wind auf. Was Musik aus Schweden besonders macht, was eine „Geister Violine“ ist und warum es in den letzten Jahren so still um die Band war – das erzählen uns Sängerin Bebban und Bassist Ted am Frequency.

Wie, glaubt Ihr, unterscheidet sich Schweden musikalisch vom Rest Europas?

Bebban Stenborg: Ich glaube, dass wir auch viel Einfluss von englischsprachigen Ländern aufnehmen. Wir sind gegenüber unserer Volksmusik nicht so loyal wie in Italien, Spanien oder auch Frankreich. Deswegen gehen wir aus unserem eigenen Land heraus, weil wir musikalisch nicht an unseren eigenen Wurzeln hängen.

Bebban, du spielst eine Menge Instrumente. Wie kommt das?

Bebban: Alles, das Saiten hat – darauf kann ich nicht spielen. Aber zum Beispiel Klavier und Akkordion funktionieren auf ähnliche Weise. Mein Lieblingsinstrument ist übrigens die Harmonica, weil man sie so leicht herumtragen kann.

Was war das komischste Ding, mit dem du je Musik gemacht hast?

Bebban: Es ist zwar nicht wirklich ein Ding, aber Adam (Olenius, Sänger und Gitarrist der Band Anm. d. Red.) und ich haben etwas, das wir die „Geister Violine“ nennen. Das ist, wenn du gemeinsam völlig falsch durch die Nase singst und das klingt dann (macht ein Quietsch-Geräusch) annähernd wie eine Violine.

Ted, du bist auch Regisseur für Musikvideos. Bist du bei euren eigenen Videos kritischer?

Ted Malmros: Wahrscheinlich schon. Ich habe ja auch alle Videos für unsere Band gemacht. Entweder du machst es selber oder du lässt es der jemanden anderen machen, so wie er es machen möchte. Du musst ihm vertrauen. Sonst hat das keinen Sinn.

Ihr habt ja eine Pause eingelegt. Wie war dann die Produktion von Optica?

Optica ist bei Universal erschienen

Optica ist bei Universal erschienen

Bebban: Wir hatten nicht wirklich eine Pause. Wir mussten uns zwar um andere Dinge wie musikalische Seitenprojekte und Familie kümmern, aber dann haben wir schon begonnen das Album aufzunehmen. Nur haben wir das langsam gemacht und lange dafür gebraucht. Von außen hat das wie eine Auszeit ausgesehen.

Seit ihr eigentlich manchmal erschöpft?

Ted: Ja, schon. Touren ist anstrengend, aber nicht wirklich auslaugend. Wir reisen herum, sind Freunde, machen Party und Musik.

Eure Heimatstadt Stockholm wird ja als das „Venedig des Nordens“ bezeichnet…

Bebban: Ja, weil es auf Inseln gebaut ist. Aber ich habe vor Kurzem mit jemandem aus Venedig darüber gesprochen. Er war richtig verärgert darüber. Das richtige Venedig würde ich wirklich gerne sehen.

Ted: Natürlich, weil es nur ein Venedig gibt. In Stockholm ist es einfacher, da kann man mit dem Rad oder Auto fahren. Es gibt viel Wasser, aber nicht diese Kanäle wie in Venedig.

Bebban: Ich liebe es in Stockholm zu wohnen. Ich glaube ich könnte an keinem Ort leben, der nicht am Wasser liegt.

Bebban und Ted beim Schmökern in TICKET

 

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