Sound-Checker

Avicii, David Guetta, Calvin Harris, Hardwell – beim Lake Festival entfesseln die Himmelsstürmer der DJ-Szene ein fulminantes Electro-Gewitter über dem Schwarzlsee. Aber was treiben die Pult-Profis abseits der Bühne?

Einfach nur Tim. Tim, der am Strand entlangschlendert, die Hände hinterm Kopf verschränkt und auf den blutroten Horizont schaut. Tim, der mit den blitzend blaugrauen Augen und der verkehrt getragenen Kappe. Der Schwede. Der, der seit Kurzem einen Volvo XC90 fährt. Der Tim, um den es ganz still ist. Zumindest so lang, bis er am Lake Festival am Schwarzlsee auftritt. Kennen Sie Tim? Wahrscheinlich nicht. Denn so wie in der neuen Volvo-Kampagne kennt Tim Bergling alias Avicii fast niemand: nachdenklich, mit den engsten Freunden und der Familie, ruhig, privat. Gleichzeitig ist der Volvo-Clip Aviciis Musikvideo seiner Version des Nina Simone-Klassikers „Feeling Good“. Damit macht nicht nur der Autohersteller einen Neubeginn, sondern auch der schwedische DJ. Nach einer kurzen, stillen Pause ist er nun wieder bereit für die Menge, die lauten Beats, die Bühne. Die kreative Auszeit warproduktiv: Ende des Jahres erscheint sein zweites Studioalbum „Stories“. Ein paar Singles hat Avicii schon enthüllt, wie zum Beispiel die zwei Muntermacher „The Days“ und „The Nights“ und die einfühlsameren Dance-Nummern wie „Waiting For Love“ oder „I’ll Be Gone“.

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Big Bühne

Neben dem neugeborenen Avicii kommen auch weitere Elektro-Größen an den Schwarzlsee. Vorgeschmack gefällig? Im Line-up zu finden sind unter anderem Steve Angello, Steve Aoki, Lil Jon und Otto Knows. Und natürlich die Headliner: Calvin Harris, David Guetta und Hardwell. Jeder dieser DJs zieht pro Auftritt alleine Tausende Fans an den Ort des House-Geschehens. 200.000 Menschen waren etwa erst Anfang Juni auf Aviciis Konzert am Mawazine Festival in Marokko, 360 000 Besucher shakten am Tomorrow Festival 2014, wo unter anderem Avicii und Hardwell auf der Bühne standen. Das Tomorrowland in Belgien ist eines der beliebtesten Elektro-Festivals weltweit mit Ablegern in den USA und Brasilien. Jetzt, am Lake Festival, vereinen sich vier der weltweiten Top-DJs auf einer gemeinsamen Bühne in Österreich. Die „Mainstage“ ist dabei vom belgischen Tomorrowland-Designer Phixion entworfen worden und soll mit 100 Metern Breite und 26 Metern Höhe die größte Bühne werden, die es jemals in Österreich zu sehen gab.

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Behind the Scenes

Auf dieser Bühne wird auch bald der niederländische DJ und Musikproduzent Hardwell zu sehen sein. 200 Auftritte hat er im Jahr. In Österreich wird er neue Tracks aus der im Jänner erschienenen zweiten Platte „United We
Are“ in die Menge schießen. Bei der Single-Auskopplung „Young Again“ setzt Hardwell etwa auf melodische Elektronik, zu der der britische Sänger Chris Jones Vocals beisteurte. Schon eine Woche nach Veröffentlichung gab’s für den Track hohe Chartsplatzierungen. Hardwell ist derzeit sicher unter den Top 10 der erfolgreichsten DJs.
Bei den 30. „Annual International Dance Music Awards“ wurde Hardwell im März als „Bester DJ der Welt“ ausgezeichnet. Mitte Juni stand er mit einem weiteren DJ-Giganten gemeinsam auf der Bühne: Hardwell postete ein Foto von sich und Skrillex auf seiner Facebook- Page. Beide sind hinter dem DJPult, Skrillex sitzt, Hardwell steht aufdem Pult, hält eine Fahne in der rechten Hand und schwingt sie über dem Kopf des US-DJs. Es möge an der Beliebtheit von Skrillex oder Hardwell liegen, das Posting wurde jedenfalls 1.085-mal geteilt und erhielt 55.030 Likes. Von seiner privaten Seite gibt sich Hardwell, der schon mit 12 Jahren in Clubs auftrat, nur selten. Auch er möchte sich mehr als Robbert statt Hardwell zeigen, als Mensch hinter den lauten Gigs, abseits des DJ-Pults, in Hotel-Zimmernund After-Partys. Eine 360-Grad-Kamera begleitete ihn auf seiner letzten „Miami-Tour“, das Video soll bald veröffentlicht werden. Behind the Scenes passiert zumindest im Trailer nur wenig, außer dass Hardwell in einem Bett im Hotelzimmer liegt und auf seinem Tablet hin- und herwischt. Spannender ist es um Calvin Harris.Calvin Harris - Press Asset - Colour_web Der laut Forbes im Jahr 2014 bestbezahlte DJ der Welt ist gerade mit „Shake It Off“-Star Taylor Swift zusammen. Dadurch allein liefert er jede Menge Stoff – wenn auch ungewollt – für die Klatschpresse. Auch Harris macht, genauso wie Avicii, neuerdings Werbung. Der Schotte geht jedoch noch einen Schritt weiter und ließ sich dieses Jahr als Testimonial für Armani-Unterwäsche ablichten.

Afrojack

Abseits von Schlüpfern und Autos gibt es außerdem eine Nachricht im Elektro- Himmel. Dorthin scheint nämlich gerade ein neuer Stern immer weite aufzusteigen. Das eigene Debüt-Album „Forget The World“ ist 2014 bei Universal Music erschienen. Mit einem ungewöhnlich emotionalen und eingehenden Sound begeistert er nicht nur die Massen, sondern auch Stars wie Snoop Dogg oder Chris Brown. Außerdem: Sowohl David Guetta als auch Hardwell machen bereits meinsame Sache mit dem Niederländer Afrojack. Zurzeit ist er gemeinsam mit David Guetta, Bebe Rexha und Niki Minaj im Song „Hey Mama“ zu hören.

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Um ihn im Video zu sehen, muss man schon genauer hinschauen, hauptsächlich drängen die pink gefärbte Sängerin Nicki und der mit Dreck beschmutzte Guetta in den Vordergrund. Für alle Interessierten: Afrojack ist der coole Dunkelhaarige mit Sonnenbrille,
der sich im Video stets in Guetta-Nähe aufhält. Sein bürgerlicher Name ist übrigens Nick van de Wall. Aber bevor wir Nick kennenlernen,geht es einmal nur um Afrojack. Einfach nur Afrojack. Und seine Musik. Richtig geraten, auch er ist am „Lake Festival“ dabei.

 

Tickets für das Lake Festival von 19. – 20. August gibt es hier.

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