Status Quo-Gitarrist bei „Rock Meets Classic“

Am 23. März treten fünf Rock-Giganten zum ganz besonderen Get Together in der Wiener Stadthalle an. Gemeinsam mit dem Bohemian Symphony Orchestra Prague geben die Legenden Ian Gillan (Deep Purple), Rick Parfitt (Status Quo), Eric Martin (Mr. Big), John Wetton (Asia) und die Italo-Rockröhre Gianna Nannini ihre größten Hits zum Besten. Im Vorfeld des Konzerts der ganz speziellen Art bekam ticket! Status Quo-Sänger und Girtarrero Parfitt ans Telefon.

 

Wie kam dieses grandiose Line-Up zustande?

Rick Parfitt: Mein Manager fragte mich, ob ich einmal Lust hätte, auch alleine zu spielen. Klar, wieso denn nicht, war meine Antwort. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir vor etwa 15 Jahren bei „The Proms“ mit Status Quo und einem Fünfzig-Mann-Orchester gespielt haben. Das war das großartigste Erlebnis in meiner Karriere, es war fantastisch. Die Aussicht, nun solo mit einem Orchester, einem Chor und einer Rock-Band aufzutreten, war sehr verlockend. Es gibt übrigens keine Probleme in der Band, nur damit niemand das falsch interpretiert!

 

Sind solche speziellen Projekte vor allem in Zeiten schwindender Alben-Verkäufe wichtig, um als Musiker finanziell zu überleben?

Rick: So denke ich nicht. Als ich ein Kind war, wollte ich auf eine Bühne, um für Menschen Gitarre zu spielen. Das war mein Anspruch. Solange ich das tun kann, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ist das großartig. Ich bin glücklicherweise in einer Situation, in der ich nie an die finanziellen Aspekte der Musik denken muss, da Status Quo seit Jahrzehnten weltweit eine sehr erfolgreiche Band ist, egal, ob das Platten- oder Ticketverkäufe angeht oder die Größe unserer Fan-Base. Geld treibt mich sicher nicht an. Es ist eher die Befriedigung, nach einem Konzert von der Bühne zu gehen und zu wissen, dass man tausende Menschen unterhalten hat. Ich gehe eine Show immer mit dem Anspruch an, 100 Prozent zu geben. Darum geht es im Musik-Biz. Du bist immer nur so gut wie dein letzter Auftritt war, denn an den erinnern sich die Menschen.

 

War es eine Menge Arbeit, die Rock-Songs für Orchester und Band neu zu arrangieren?

Rick: Ich musste da nichts Großartiges verändern, ein paar Kleinigkeiten hier und dort vielleicht. Natürlich werde ich mit dem Orchester und der Band proben, damit alles perfekt ist. Aber ich denke es ist wichtig, den Menschen zu geben, was sie kennen und was sie hören wollen. Das sind die großen Hits in einer Art und Weise gespielt, wie sie gewohnt sind. Es gibt also keine drastischen Veränderungen. Ich werde die Songs mit Kraft und voller Power abliefern, genauso wie Status Quo es als Band tun würde.

 

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Kannst du schon Songs verraten, die auf der Set-List stehen? Wird es ein Best-of…?

Rick: Ich werde fünf Songs bei den Konzerten spielen, vier davon sind riesige Hits, einer ist mein persönlicher Favorit und ist ebenfalls ein sehr bekanntes Lied. Ich weiß nicht, ob es beim Publikum genauso gut ankommen wird wie der Rest, aber der Titel liegt mir sehr am Herzen, auch, wenn ich ihn vor vielen, vielen Jahren geschrieben habe. Welcher Song das ist, verrate ich noch nicht, das soll eine kleine Überraschung sein.

 

Fühlst du dich ein bisschen alleine auf der Bühne ohne deine Weggefährten von Status Quo an deiner Seite?

Rick: Die Bühnen werden sich für mich riesig anfühlen, und bei den ersten Shows schaue ich vermutlich immer wieder nach rechts und links und werde mich fragen: Wo sind denn die anderen? Mit der Kraft des Orchesters hinter mir, mit den wunderbaren Gitarren-Soli, die ich gemeinsam mit dem Band-Gitarristen spiele … Nach ein paar Shows werden wir einfach nur noch Spaß haben und die Hallen rocken. Ich freue mich schon auf diese Herausforderung, sowohl als Frontman aufzutreten als auch als einfacher Musiker in der Band. Das habe ich nicht mehr gemacht, seit ich sehr jung war.

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Nun allein auf der Bühne: Rick Parfitt

 

Hattest du mit Ian Gillan und den anderen Co-Stars der Show bereits in der Vergangenheit zu tun?

Rick: Ian ist seit dreißig Jahren ein entfernter Freund von mir. In den guten, alten Tagen, als wir noch viel getrunken haben und den Rock ‘n‘ Roll-Lifestyle lebten, feierten wir so manche Nacht kräftig durch. Jetzt habe ich ihn schon einige Jahre nicht mehr gesehen, freue mich aber auf die Zusammenarbeit. Die anderen kannte ich vor der Tournee noch nicht persönlich.

 

Es ist bei „Rock Meets Classic“ von einer spektakulären Light-Show die Rede …

Rick: Ich möchte nichts verraten, aber an der Produktion haben einige der besten Licht- und Effektdesigner der Welt gearbeitet, auf die ist Verlass. Bei Status Quo bemühe ich mich persönlich darum, dass die Farben und jeder Cue stimmt, an dem die Lichter an- und ausgehen. Wenn ich mir da etwas in den Kopf setzte, bin ich schwer wieder davon abzubringen, da kann ich eine richtige Zicke sein, ein Perfektionist. Dieses Mal habe ich mich da ganz rausgehalten. Solange ich weiß, wann und wo ein Pyro-Effekt hochgeht, ist mir alles recht.

 

Vor kurzem haben Status Quo eine Tournee beendet. Macht ihr jetzt einmal Pause, oder geht es nach deinen Klassik-Gigs gleich weiter?

Rick: Nach den Konzerten mit Status Quo im vergangenen Winter konzentriere ich mich jetzt ausschließlich auf dieses Projekt. Ich denke, dass wir auch das eine oder andere Festival spielen können und so einen perfekten Rock ‘n‘ Roll-Sommer erleben!

 

termine:

Rock Meets Classic gibt es am  22., 23. und 31. März in Linz, Wien und Passau live zu erleben.

Status Quo ist außerdem Headliner am Lovely Days Festival, am 4. Juli in der Ottakringer Arena Wiesen.

 

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