SVEN RATZKE ist einfach anders

Langeweile und Sven Ratzke – wahrlich ein Oxymoron! Songs, Improvisation und ein guter Schmäh, all das und noch viel mehr packt er in seine Programme. Und auch dem Auge wird etwas geboten! So schillernd und vielfältig  wie seine Programme, ist nämlich auch sein Bühnenoutfit.

Ihr Programm ist äußerst vielfältig! Denken Sie, dass es im Trend der Zeit liegt, sich als Künstler nicht mehr auf einen Bereich zu fokussieren, sondern viele zu bedienen?

Sven Ratzke: Ich denk nie an Trends. Das Vielfältige hat immer schon in mir gesteckt – ich kann nicht anders. Theater oder überhaupt auf der Bühne zu stehen beinhaltet sehr viele Facetten. Meiner Meinung nach sollte man sich mit all diesen auch befasst haben um die Leute mit denen man arbeitet zu verstehen. Aber ich sehe keinen Unterschied in meiner Zusammenarbeit mit zum Beispiel den Tiger Lillies, dem Opernstar Claron McFadden, dem Asko Schönberg Ensemble, oder etwa meinen Jazztrio. Im Grunde geht es darum Geschichten zu erzählen und Welten zu kreieren.

Wie schaffen Sie den Spagat zwischen anspruchsvoller und leichter Unterhaltung?

Sven Ratzke: Ich denke manchmal einfach mit dem Bauch.

Worüber lachen Sie – abseits der Bühne –  selbst am liebsten?

Sven Ratzke: Über orginelles, noch nicht voher gedachtes Zeug! Helge schneider: toll! Becket, Bunel, Woody Allen … ach – es gibt so viele tolle Leute!

Man denkt durch Ihre Outfits unweigerlich an David Bowie. Haben Sie hier einen Lieblingssong? Welche Künstlerin oder welchen Künstler der Glam-Ära verehren Sie besonders?

Sven Ratzke: Von Bowie? Nicht unbedingt. Ich finde Bowie als Gesamtkunstwerk interessant. Ich habe mich aber nie so mit dem Glamrock auseinander gesetzt. Ich suche halt eine Mischung die männlich und doch weiblich, einfach glamourös ist. Aber was ich mache, ist ja verruchtes Cabaret, nun wohl mit einen hauch Punk. Da geht alles. Am liebsten sollte es aber eine Hauch Glitzer haben. Das sieht im licht so toll aus.

Da in Ihrem Programm Musik eine große Rolle spielt: Gab es 2013 ein Album, das es Ihnen besonders angetan hat?

Sven Ratzke: Ja meine eigenes! Songs in a Cabaret ist im Oktober weltweit erschienen. Wir machen Musik, die uns gefällt – mit wahnsinnigen Musikern! Durch diese Arbeit habe ich kaum andere Platten gehört.

Wie würden Sie als Nicht-Österreicher die Österreicher beschreiben?

Sven Ratzke: Ich liebe die Österreicher. Die sind ungemein sexy! Wenn ich jemanden anmachen will, egal wo auf der Welt, spreche ich diese Person einfach mit dem Falco-Akzent an – haut immer hin!

Mit wem würden Sie gerne einmal ein Duett singen?

Sven Ratzke: Zu Silvester singe ich mit Nina Hagen ein Duett … das reicht erstmal für dieses Jahr …. haha

Was darf denn das österreichische Publikum von Ihrem Auftritt erwarten?

Sven Ratzke: Eine Achterbahn: Melancholie, Chanson, fetziger Rock, viel Improvisation, Glamour und bizarren Klamauk. Und natürlich meinen sagenhaften Pianisten Charly Zastrau. Was will man mehr ?!

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