Taio Cruz – Hangover ohne Alkohol

Im Alter von 19 Jahren unterschrieb er seinen ersten Vertrag im Music-Biz, jetzt veröffentlichte er sein drittes Solo-Album „TY.O“. Dazwischen arbeitet Cruz mit dem Who Is Who der Szene, von Akon über Britney, von Usher zu David Guetta, der auch ein Gaststar auf dem neuen Longplayer ist.  Obwohl der Brite ausschließlich Party-Kracher abliefert, trinkt er keinen Alkohol! Das und vieles mehr verriet er im TICKET-Interview.

TICKET: Ich hatte noch nie einen so fröhlichen „Hangover“ wie deinen Hit.

Taio Cruz: Naja, im Song geht es eigentlich ja um die Nacht davor, es geht um die Party, um einen hochenergetischen Event!

TICKET: Wann hattest du deinen letzten Hangover?

Taio: Ich hatte noch nie einen Hangover, denn ich habe noch nie Alkohol getrunken. Ich habe niemals damit angefangen!

TICKET: Dann muss es für dich sehr lustig sein, wenn andere auf einer Party trinken…

Taio: Yeah! Es ist ok für mich, wenn Menschen betrunken sind. Es ist nur schwierig, wenn sie mit mir sprechen wollen und schon betrunken sind. Dann haben sie meist keine Ahnung mehr, was sie eigentlich sagen und sie wiederholen sich ständig. Wenn jemand einen kleinen Schwips hat, ist das aber cool.

TICKET: Es gibt ausschließlich Party-Songs auf dem Album. Feierst du gerne?

Taio: Ich mache durch meine Musik Party, ich bin eher das Gegenteil von dem, was man auf dem Album hört. Ich chille gern, gehe eher auf der Bühne richtig ab. Und in meinen Musikvideos.

TICKET: In der neuen Single „Troublemaker“ beschreibst du die Figur einer Frau als Cola-Flasche…

Taio: Ich dachte, das ist ein Kompliment, aber jeder versteht das falsch. Also habe ich mich wohl geirrt. Eine Cola-Flasche sieht doch so wunderbar kurvig aus, das meinte ich mit der Zeile „Your Ass Looks Like A Coca Cola Bottle“.

TICKET: Bleiben wir beim Thema. Einmal möchtest du, dass die Mädels tanzen wie in Jamaika. Warum nicht wie in Nigeria, wo du deine Wurzeln hast?

Taio: Das stimmt, dort wird auch wunderbar getanzt, aber die meisten Menschen auf der Welt können eher mit dem Bild einer tanzenden Jamaikanerin etwas anfangen. Es geht darum, im Sommer sexy zu tanzen, als wäre man an einem Karibikstrand und blickt auf das blaue Meer. Und auf die String-Tangas, klar!

TICKET: Was macht Dance-Music so attraktiv für dich? Es gibt auf „TY.O“ keine einzige langsame Nummer…

Taio: Nein… ich komme ja eigentlich aus dem Gebiet der Love Songs, habe viel Mariah Carey und Boyz II Men gehört, das sind meine Wurzeln. Dann habe ich die Uptempo-Songs für mich entdeckt. Das ist eine Seite von mir, die ich gerne zeige. Das gefällt sichtlich auch meinen Fans sehr, also gebe ich ihnen mehr von dem, was sie lieben!

TICKET: Du hast seitdem du 19 Jahre alt bist einen Vertrag als Songwriter, du hast viele Hits für andere Künstler geschrieben. Gibt es auch ein geheimes Pseudonym?

Taio: (zögert lange) Yeah… ich meine… Nein! Das bleibt geheim.

TICKET: Was inspiriert dich?

Taio: Es ist immer sehr lustig, wenn ich solche Fragen gestellt bekomme, denn die Antwort ist nicht das was du hören willst. Ich schreibe aus meiner Vorstellung heraus und von Beobachtungen. Viele Titel kommen aus dem, was ich bei der Musik und dem Vibe fühle, wenn ich im Studio sitze und einen Beat höre… dann werde ich aufgeregt und schreibe einen Party-Song. Dazu muss ich nicht unbedingt auf einer Party sein.

TICKET: Was kommt zuerst? Die Musik oder die Texte?

Taio: Ich nehme das, was mich am meisten anspricht, was catchy ist, was ein großartiger Hook ist. Manchmal ist es eine Textzeile, manchmal der Beat, manchmal die Melodie.

TICKET: Du hast mit vielen Stars zusammengearbeitet. Hast du einen Favoriten, oder ist es bloß ein Job?

Taio: Im Grunde ist es nur der Job. Jeder mit dem ich gearbeitet habe, ist ein Ausnahmetalent, ich fühle mich gesegnet und glücklich über jeden Einzelnen! Ich bin glücklich darüber, dass sie mit mir arbeiten wollten, als ich das vorgeschlagen habe. Bisher gab es nur großartige Erfahrungen und ich hoffe, dass das so weitergeht.

TICKET: Wenn du selbst ausgehst und siehst, wie die Menschen zu deiner Musik ausflippen… wie fühlt sich das an?

Taio: Großartig natürlich! Es ist toll zu wissen, dass die Leute die Musik mögen und so positiv darauf reagieren. Das merke ich auch bei den Konzerten, wenn ich „Dynamite“ oder jetzt „Hangover“ spiele. Das kommt exzellent an!

Interview: Alexander Haide

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