Tame laden zur Doom Session

Das Grazer Alternative-Trio Tame liefert mit seiner Live-Session aus den Doom Studios einen formidablen Einstand ab – und tritt dabei von QOTSA bis Biffy Clyro gleich einem ganzen, international gerühmten Genre gehörig auf den Schlips …

TameTame wurde Anfang 2016 in Graz von Božidar Dimitrijević (Gesang) und Matthias Wolf (Schlagzeug) gegründet. Rasch entstanden zu zweit jene zwei Stücke, die nun als “EP 2016” betitelt, am Bandcamp-Profil zum kostenlosen Download bereit stehen: “Trouble Child” und “Lights Out”.

Kurz nach den Initialaufnahmen wurde mit Carol Lieb am Bass (ebenfalls am Tieftöner bei der Sludgecore-Band ATTA am Werk, sowie für die Gitarre bei den Converge-alikes Orphan zuständig) die Stammbesetzung vervollständigt – und unterstützt von Mario an der Gitarre (Spirit Desire) zog man im Frühsommer schließlich in die oberösterreichischen Doom Studios ein, um beide Songs im Rahmen einer knackigen Live-Session auch bildhaft vorzustellen. Das Ergebnis ist naheliegend mit “Doom Studios Session” betitelt und überzeugt nicht nur mit dem ohnehin schon starken Songmaterial selbst, sondern auch mit einem farblich und schnitttechnisch gekonnt in Szene gesetztem Kollektiv: grelle Neontöne paaren sich fließend mit dem Dunkel und doppeln somit raffiniert auch das Geschick der Stücke selbst, nämlich den leichtfüßig-unverfälschten, flirrenden lo-fi-Sound der insbesondere seit den frühen 2000ern wieder stark aufkeimenden Indie-Bewegung mit einem pulsierenden, erdigen, dreckigen Rotz zu verschmelzen, der naturgemäß eigentlich aus dem Kyuss-Umfeld kommen müsste – während Božidar pointiert gesetzt hie und da gar einen Jim-Morrison-Wahn durchblitzen lässt.

Es ist somit naheliegend, als Bezugspunkte neben der kommerzielleren Sparte des zuvor angesprochenen Musikmilieus – Queens of the Stone Age, Eagles of Death Metal – durchaus auch das breite Spektrum zwischen Disco Inferno (“Technicolour”, wie passend) und Arctic Monkeys zu nennen. Ebenso dürften Freunde von Iggy Pop, früheren Muse, X Ambassadors oder auch Biffy Clyro ihren Gefallen an Tame finden – einer Band, die ohne große Umschweife bewiesen hat, dass Musik von internationalem Format auch in unseren Landesgrenzen fabriziert wird.

https://www.youtube.com/watch?v=JQrIecpP5iM

Laufende Informationen gibt es am Facebook-Profil der Band.

 

 

Der Beitrag gefällt dir? Jetzt teilen!