Traumtage

Die steirische Pop-Band Tagtraeumer muss nicht mehr träumen: Denn ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen: der erste Amadeus Award.

Das Highlight für die Jungs für 2015 steht jetzt schon fest: ein Amadeus Award. Mit der Castingshow „Herz von Österreich“ hat die Karriere der fünf Jungs von Tagtraeumer  begonnen. Dann ist steirische Band in den heimischen Pophimmel gestiegen wie eine Rakete.

Ihr habt gerade euer 1. Album fertiggestellt. Wie fühlt man sich da?

Thomas Schneider: Euphorisch. Angespannt. Ängstlich.

Kevin Lehr: Das ist, wie wenn du im Kino sitzt, du freust dich auf einen Film und du denkst dir: „Wann fängt der Film endlich an?“

Alexander Putz: Das ist jetzt wie die letzte Schularbeit.

 

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Besonders euphorisch schaut ihr aber nicht aus…

Kevin:…ein bisschen müde oder?

Thomas: Das ist wahrscheinlich, weil wir so viel unterwegs sind.

Kevin: Wir sind gerade durch ganz Österreich gefahren, um unser Album zu promoten.

Wie schafft ihr diese positive Energie durch doch recht dezente „Soundeffects“ rüberzubringen?

Thomas: Ich glaube, dass die Texte wirklich sehr wichtig sind. Und dass ich eine sehr traurige, dramatische Stimme habe. Das hat mir zumindest einmal ein Amerikaner gesagt.

Ist das für dich ein Kompliment?

Thomas: Ja schon. Bei mir hört sich zwar jedes Lied von der Farbmelodie her ein bisschen traurig an, aber das ist ok.

Alexander: Ich finde, das ist immer in sich stimmig.

Thomas: Es geht sich immer irgendwie aus. Es ist immer ein schönes, rundes Ding. Ich bin sehr stolz drauf, das ist mein Baby.

Sind am Album auch noch Songs drauf, die früher entstanden sind?

Thomas: „Sinn“ und „Happy End“. Bei „Sinn“ geht’s um meine Ex-Freundin, mit der  ich von 2011 bis Jänner 2012 zusammen. Im Februar 2012 habe ich dann „Sinn“ geschrieben.  Am Album gibt es drei Songs: „Mein Herz“, „Alles Ok“ und „Sinn“, die eine gemeinsame Geschichte spielen.

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Wie ist das für euch, wenn es bei eurer Musik nur um Thomas‘ Geschichten geht?

Kevin: Der Thomas schreibt die Lieder so, dass sich jeder damit identifizieren kann. Deswegen ist es kein Problem, wenn man die Songs verkörpert oder wenn man nicht gerade auf derselben emotionalen Ebene ist wie er. Da kann man es trotzdem mit etwas aus der Vergangenheit verbinden.

Apropos identifizieren: Ich finde, ihr klingt sehr „deutsch deutsch“. Was ist der Unterschied zwischen euch und deutscher Popmusik?

Kevin: Nicht so viel…

Thomas: Im Endeffekt sehr ähnlich.  Wir  wollen uns jedoch nicht auf diese neumodischen Sounds fixieren. So wie zum Beispiel bei der letzten Coldplay-Single mit Avicii. Da lassen wir die Gitarren, Violinen und echte Drums aufleben.

Thomas: Songwritertechnisch sind wir zwischen Revolverheld und Cro. Es sind schnelle und gefühlvolle Texte. Jetzt fällt mir eine österreichische Band ein, die wie wir ist: Die Mondscheiner.

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Vermisst ihr in Österreich Unterstützung, um weiter wachsen zu können?

Kevin: Wir haben diesen Vorstatus übersprungen. Wir sind bei einem Major Label, da kann man sich nicht beschweren.

Thomas: Die Musik passt auch für Ö3…

Keven:…also, wenn wir sagen würden, wir vermissen etwas, dann wäre das etwas undankbar. Wir bekommen echt viel.

Warum ist das bei euch so und bei anderen nicht?

Kevin: Es gibt sicher gute Bands, die nicht die Chancen haben wie wir. Die hatten einfach weniger Glück.

Seid ihr besser?

Thomas: Es gibt in der Musik kein „besser“. Es gibt natürlich Ausnahmefälle, wie bei „DSDS“, die richtig schlecht sind.

So wie bei „Herz von Österreich“?

Thomas: Bei “Herz von Österreich” waren alle eigentlich ziemlich gut. Es war auch authentisch, was sie gemacht haben.

Kevin: Wenn  man zum Beispiel die Band „Horst“ hernimmt: die sind alle total gute Musiker, nur sie haben echt derbe Texte.

Thomas: Das passt eben nicht für Ö3. Und wenn Ö3 die Tür für einen dieser Acts aufmacht, muss er es für mehrere machen. Dann ist er auch nicht mehr der Pop-Mainstream-Radio.

Seid ihr eine Pop-Mainstream-Band?

Thomas: Ich bin mir sicher, dass die Songs ziemlich mainstream sind.

Kevin: Die Arrangements sind mainstream, es sind keine wilden Gitarrensoli oder sieben Minuten Songs dabei. Klar.

Im Song „Flugangst“ singt ihr über das Scheitern. Wie geht ihr mit Scheitern um?

Thomas: Das ist „böse“ bei uns: bis jetzt sind wir noch nicht gefallen.

Angst davor?

Kevin (nickt): Wenn, dann fallen wir tief.

Wie würdet ihr damit umgehen?

Alexander: Einfach nicht aufgeben.

Kevin: ganz gechillt.

Thomas: Ich schreib weiter Lieder.

 

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