The World´s End

Dritter Teil und Abschluss der Cornetto-Triologie

Das musste ja kommen, und es ist gut so: Neun Jahre nach ihrer grandiosen Zombiefilm-Parodie Shaun of the Dead und sechs Jahre nach der Polizeifilm-/ActionParaphrase Hot Fuzz, haben sich die Spießgesellen Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost erneut zusammengetan, um ihre so genannte Cornetto-Trilogie (in jedem der drei Filme wird ein Cornetto verzehrt) abzuschließen. Es war nicht immer so einfach für die drei Freunde, wie es jetzt ist. Nach einigen eher durchwachsenen Jahren im britischen Fernsehen gelang ihnen 1999 mit der Serie Spaced der Durchbruch. Die Arbeitsteilung war damals dieselbe wie heute: Wright und Pegg schreiben gemeinsam die Drehbücher, Wright inszeniert, Pegg spielt die Hauptrolle(n), und Frost glänzt in seiner unnachahmlichen Art in „Nebenrollen“, so wie etwa in Hot Fuzz als träger Dorfpolizist Danny Butterman.

Get back in your rocket, and fuck off back to Legoland, you cunts!

Und wie passend es doch ist, dass die Drei gerade jetzt, zu einem Zeitpunkt, als Hollywood wieder einmal vehement seiner fast schon perversen Faszination für die Apokalypse (World War Z, White House Down, Pacific Rim u.a.) huldigt, eine ihrer unheimlich komischen Genre-Variationen entgegensetzen. Der Titel – The World’s End – sagt schon alles, auch wenn es sich dabei zunächst „nur“ um den Namen eines Pubs handelt. Fünf Freunde, die einst eine legendäre, wenn auch letztlich gescheiterte Sauftour unternommen haben, wollen diese 20 Jahre später noch einmal nachempfinden. Das heißt: Zwölf Pubs mit ebenso vielen Litern Bier sind zu absolvieren. Zu diesem Zweck sind sie in ihre Heimatgemeinde zurückgekehrt, doch die schiere Alkoholmenge ist gar nicht so sehr das Problem. Eher befremdlich ist die Tatsache, dass sich die Kleinstadt sehr verändert hat, und vor allem die lokale Bevölkerung stellt sich als äußerst merkwürdig heraus. Ob die fünf Freunde das Ziel ihrer Tour, eben das „World’s End“, erreichen werden, erscheint mehr als fraglich, denn die lieben Mitbürger entpuppen sich – erraten – als Aliens …

Für britischen Humor mit recht kernigen Sprüchen ist gesorgt, die Crème de la Crème der britischen Schauspielkunst ist versammelt (auch Ex-James-Bond Pierce Brosnan ist dabei) und so steht einem deftigen Vergnügen nichts im Wege.

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  • Regie: Edgar Wright
  • Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman, Bill Nighy, Paddy Considine, Eddie Marsan, Pierce Brosnan
  • Start: 12. September

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