Videopremiere: “Aliens” von Marteria

Marteria

Ende Mai erscheint das neue Album “Roswell” des deutschen Rappers Marteria, kurz darauf präsentiert er selbiges am Rock in Vienna. Wir haben die erste Videosingle “Aliens” für euch.

MarteriaEin Ufo landet, heraus tritt ein Alien wie du und ich: Marteria (auch als Marsimoto bekannt) hat in seiner beispiellosen Karriere – wir denken an “Lila Wolken”, an “Zum König geboren” oder auch an seine Kollaboration miT Haftbefehl und die Beteiligung an “Ballast der Republik” der Die Toten Hosen – vorgelebt, dass Alltägliches und vermeintlich Abwegiges oft nur eine Frage der Perspektive sind. Er hat das Anderssein zur Norm erhoben und damit eine ganze Generation inspiriert. Mit seinem neuen Album kehrt er nun zurück an einen sehr speziellen Ort. “Roswell” ist tief in ihm drin und gleichzeitig ganz weit draußen.

“Roswell”, das achte Werk des Rappers aus Rostock, ist das Werk eines gereiften Mannes, aber es ist vor allem auch eine Platte des Aufbruchs und des Umbruchs. Sie verströmt die Unruhe und den Ungehorsam, nach dem diese Zeit verlangt. Sie handelt von Rastlosigkeit und von Rebellion, von der Enge des Weltraums und den unendlichen Weiten zwischen den eigenen vier Wänden. “Roswell” ist laut und voller Energie, manchmal extrem persönlich und manchmal explizit politisch, oft unbequem und dabei unverschämt eingängig. “Jedes Album muss sich immer klar von dem davor unterscheiden. ‘Zum Glück in die Zukunft II’ war melancholisch, deep und langsam. Dieses Album ist auch deep. Aber es geht voll nach vorne.”

Marteria und die Aliens

Ein perfektes Beispiel dafür ist die erste Single “Aliens”. Inhaltlich ist der Song eine Ode an die Underdogs, denen sich Marteria auch als gemachter Mann mit A-Promi-Status selbstredend noch zugehörig fühlt. Die feiernden Filous, die Mädels mit Sprühdose im Rucksack, die Jungs im Tupac-Shirt, die vor dem McDonalds eine zertretene Cola-Dose hin und her kicken, die Eingewanderten und anderen Einheimischen, die von Vater Staat und Mutter Vorsicht mit Argwohn beäugt werden – Marteria schenkt ihnen allen eine neue Hymne und macht nebenbei das oft bemühte Bild des Außerirdischen wieder cool: “Wir sind gottverwandte Aliens!” Gesungen wird die Hook übrigens von Teutilla alias Arnim Teutoburg-Weiß, im Nebenberuf Leadsänger einer sympathischen Berliner Nachwuchsband namens Beatsteaks. Die Musik dazu ist in jedem Sinne groß. Große Beats für die große Bühne, die mit jedem Durchlauf weiter wachsen, bis man quasi nicht mehr anders kann als es herausschreien, weil man sonst platzte vor Energie und Euphorie und trotzigem Stolz: “Wir sind gottverwandte Aliens!”

Videopremiere von Marteria

“Megastolz & überglücklich!!! Riesendank an Specter Berlin! La Familia Cape Town!” Mit diesen Worten von Marteria hat gerade eben das langersehnte Video zur neuen Single “Aliens” Premiere gefeiert. Gedreht wurde die außerirdische Abrissparty vom Ausnahmeregisseur Specter Berlin im südafrikanischen Kapstadt mit jeder Menge Underdogs, Outlaws und Sonderlingen. Mittendrin im farb- und bildgewaltigen Style-Spektakel: Das Tag-Team Marteria und Teutilla mit ihrer großen und immer größer werdenden Hymne für alle gottverwandten Aliens. Herausgekommen ist dabei das bisher beste und aufwändigste Marteria-Video aller Zeiten. Ein absolutes Must-see.

Marteria: Vorbestellen und Vorbeischauen

Letzten Freitag ist übrigens die Pre-Order zu Marterias “Roswell” (erscheint am 26. Mai) gestartet und der Ansturm auf die Box und die Vinyl sind wahrlich enorm. Heißt: Wer noch eines der limitierten Exemplare in der Hand halten will, sollte sich beeilen. Aber damit ist noch nicht alles getan: Marteria wird am 5. Juni, dem letzten Rock In Vienna-Tag, auf der Donauinsel gastieren, gemeinsam mit u.a. Beatsteaks und Die Toten Hosen (Überraschung! Zufall? Wir glauben nicht.). Eine trefferende Gelegenheit, lauthals für “Roswell” ein “Danke!” zu brüllen gibt es wohl kaum. Tickets für das Rock In Vienna sind noch bei oeticket.com erhältlich.

Marteria Roswell

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