VOLBEAT – NICHT ELVIS, NICHT KEITH CAPUTO

Als Headliner rockten sie den letzten Tag des Nova Rocks auf der Red Stage. Sänger Michael Schøn Poulsen erinnert aufgrund seiner pathetischen Art zu singen an Keith Caputo, Sänger der Band Life Of Agony. Schlagzeuger Jon Larsen sieht das etwas anders …

 

Kannst du mir die Unterschiede der Musikindustrie in Dänemark, Schweden und Finnland erklären?

Jon Larsen: Es gibt auf jeden Fall Unterschiede. Aus irgendeinem Grund war Schweden immer schon die Musiknation. Ich weiß nicht, was sie gemacht haben aber es war wohl das Richtige! Man muss sich nur ABBA ansehen,  oder auch die Metalszene – Bands wie Dismember, Entombed, die Liste ist endlos! In Dänemark hat man mehr Probleme bekannt zu werden. Finnland wiederum ist ein schräges Land in Skandinavien. Niemand versteht auch nur ein Wort von dem, was sie sagen. Sie haben aber auch große Bands, wie z.B. Nightwish.

 

Ihr tourt ja auch gemeinsam mit HIM – wäre es vorstellbar, dass ihr auch mal gemeinsam etwas auf die Beine stellt?

Jon: Das weiß man nie! Zurzeit ist nichts geplant. Wir haben schon öfter ein paar lustige Konstellationen ausprobiert – also warum eigentlich nicht?

 

Ihr wurdet ja schon mit so vielen Bands verglichen – wie z.B. Life Of Agony oder auch Elvis. Fluch oder Segen?

Jon: Es ist sicher beides. Ich glaube aber, dass es in der menschlichen Natur liegt, Dinge immer mit schon da gewesenem zu vergleichen. Jeder weiß, dass Michael ein großer Elvis Fan ist. Die Life Of Agony Geschichte hat uns anfänglich sehr verwundert, denn niemand kannte die Band. Michael hat sich dann ihre Songs angehört und konnte eine kleine stimmliche Gemeinsamkeit feststellen. Manche Leute finden sogar er klingt wie Danzig. Es stört uns auf jeden Fall nicht – man kann uns mit wem auch immer vergleichen.

 

Dänisches Essen ist ja hierzulande nicht so bekannt – was ist denn deine Lieblingsspeise aus der Heimat?

Jon: Das ist jetzt wirklich schwierig! Ich war schon so lange nicht mehr zu Hause! Eigentlich kannst du mir jedes dänische Gericht vor die Nase stellen und ich esse es. Aber am liebsten esse ich dann doch Kartoffeln mit einer speziellen Gemüsesauce darüber und gebratenem Speck. Auf Dänisch heißt es: Stegt flæsk med persillesovs.

 

Interview: Petra Albrecht

 

Diskografie:

2005: The Strength / The Sound / The Songs

Volbeats Debütalbum wurde in Dänemark sogleich mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Es war das erste dänische Hard-Rock/Metal-Album seit über 20 Jahren, das es in die Top 20 schaffte. Die Kritiken waren durch die Bank positiv.

 

2007: Rock The Rebel / Metal The Devil

Der Titel wurde von Jon kreiert. Einfach um aufzuzeigen, dass Volbeat sowohl Rock- als auch Metal-Elemente beinhaltet. Das Album erreichte Platinstatus in Dänemark und die Kritiker hatten auch hier nur Positives zu melden.

 

2008: Guitar Gangster & Cadillac Blood

Platin in Dänemark, Gold in Finnland, Schweden und Deutschland – so das Fazit des dritten Albums der „Elvis-Rocker“.  In Österreich konnte es sich auf Platz 26 in die Charts einreihen. Bei den Danish Metal Awards konnten etliche Preise abgeräumt werden.

 

2010: Beyond Hell / Above Heaven

Die Albumerfolge für Volbeat wurden immer größer: Doppelplatin in Dänemark, Platin in Deutschland und Österreich, Gold in Finnland und Schweden. Wie so oft, wenn etwas wirklich erfolgreich ist, waren die Kritiken nun nicht mehr nur positiv – es war sogar von „Abnützung“ und „Schnellschuss“ die Rede.

 

2013: Outlaw Gentlemen & Shady Ladies

Das aktuelle Album erzählt von Revolverhelden und Gangstern aus dem Wilden Westen und fungiert als Konzeptalbum. Bis dato konnte in Dänemark, Deutschland und Österreich Goldstatus erreicht werden. Die richtig harten Klänge fehlen auf diesem Album, vielleicht ist es dadurch etwas mehr Mainstream? Hierzulande stieg das Album auf Platz 1 der Charts ein.

 

Live in Österreich!!!

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