Fotoreport: Love, Peace & Blasmusik – Das Woodstock der Blasmusik 2017

Ein Blasmusik-Festival im Stile großer Rock-Events in einer 1200-Einwohner-Gemeinde – klingt nicht cool? Dass es das ist, beweist das “Woodstock der Blasmusik” bereits zum 7. Mal in Folge. Und jedes Jahr zieht das Festival mehr BesucherInnen nach Oberösterreich.

Warum ausgerechnet ein Blasmusik-Festival? Gibt es doch in jedem halbwegs anständigen Ort in Österreich eine Kapelle, die am Feiertag irgendwo aufspielt. Da liegt der Gedanke fern, dass es an Blasmusik-Veranstaltungen fehlt. Doch das Woodstock der Blasmusik findet erfrischend und mutig einen anderen Zugang zur Blech-Musik. Acts, die sich sehen lassen können und auch außerhalb des Genres einen hochrangigen Namen haben, sind mittlerweile keine Seltenheit im Line-up des Festivals. Dieses Jahr waren unter anderem Moop Mama und die Lucky Chops aus New York City mit dabei.

Dass das Festival aus dem internationalen Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken ist, bestätigen die über 50.000 BesucherInnen, die heuer das Gelände zum Leben erweckten. Und jährlich stiegen die Zahlen. Waren es im vorletzten Jahr noch etwa 20.000, kamen dieses Jahr schon mehr als doppelt so viele Blasmusik-Begeisterte. Das Publikum ist jung, spielt selbst schon jahrelang ein Blasinstrument und kommt vor allem zum Feiern.

Woodstock der Blasmusik Festival 2017

Jedes Jahr neue Highlights

Nicht nur das Publikum wächst stetig, auch das Festival geht mit diesem Trend. Seit letzten Jahr gibt es auf dem Festivalgelände ein Riesenrad. Und nahezu jedes Jahr erweitert sich das Gelände um einen Stadel. Auch die großzügigen Campingplätze des Geländes bringen architektonische Schmankerl hervor. Neben mitgebrachten Bierzapfanlagen, Wohnzimmersofas und Gartenmöbeln ließen einige BesucherInnen ihrer Kreativität freien Lauf und errichteten für ihren 4-tägigen Aufenthalt ganze Holzburgen – die meisten übrigens 2-stöckig. Spaziert man nachmittags durch die Campingplatz-Reihen, wird man nicht selten auf ein Bier hereingebeten. Unweit vom Campingplatz befindet sich auch die Antiesen, ein erfrischender Bach, besser bekannt als der Blasmusiker-Bach. Derjenige unter allen europäischen Bächen, der wohl die meisten BlasmusikerInnen gewaschen und gekühlt hat. Für jene BlasmusikerInnen, die sich vor Ort mit neuen Instrumenten eindecken wollten und daher bei Essen und Trinken ein wenig sparen mussten, gab es heuer erstmals ein Penny-Markt-Zelt am Festivalgelände.

Charmant, familiär und herzlich

Ab etwa 8 Uhr früh stößt man auf motivierte Festival-BesucherInnen, auf der Suche nach der nächsten Action. Die Nachmittage, die eher gemütlich bei Bier, traditioneller Blasmusik oder den Woodgames verbracht werden, läuten die Feierstimmung des Abends ein. Dann wird die Main Stage für Top Acts geöffnet und das Publikum springt und tanzt, was das Zeug hält. Wenn Pro Solist’y ihre blasmusikalische Interpretation von “Schrei nach Liebe” performt, schreit auch der Letzte mit.

Der ganz besonder Headliner sind übrigens die Besucher selbst. Beim jährlichen Gesamtspiel spielen 10.000 BlasmusikerInnen gemeinsam eine Stunde lang vor der Main Stage. Heuer wurden Rekorde gebrochen – das größte Blasmusik-Orchester der Welt spielte beim Woodstock der Blasmusik.

Nach dem Festival ist vor dem Festival…

…für alle langjährigen Fans und solche, die es noch werden wollen. Denn Karten fürs kommende Jahr gibt es bereits. Das Woodstock der Blasmusik beweist, dass Blasmusik nicht gleich Blasmusik ist. Ein Festival dass man live erlebt haben muss – enttäuscht wird man sicher nicht!

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