Peter Konwitschny ist „Regisseur des Jahres“

Die Gewinner der „Opernwelt“-Kritikerumfrage 2018 stehen fest. Regisseur Peter Konwitschny, Bühnenbildner Johannes Leiacker und Kostümbildner Klaus Bruns zählen zu den Ausgezeichneten.

Mit Erscheinen des Jahrbuchs vom Magazin „Opernwelt“ stehen seit heute die Gewinner der großen „Opernwelt“-Kritikerumfrage fest. Jedes Jahr ermittelt die Berliner Fachzeitschrift für Musiktheater die besten Opernhäuser, Produktionen und KünstlerInnen für die zurückliegende Spielzeit. Die Oper Frankfurt geht bereits zum vierten Mal als Opernhaus des Jahres“ hervor, den Titel Sänger des Jahres“ trägt 2018 Johannes Martin Kränzle und zur Aufführung des Jahres“ wurde Meistersinger von Nürnberg“, inszeniert von Barrie Kosky, ernannt.

Gewinner mit Produktionen in Österreich zu sehen

Bereits zum sechsten Mal erhält Peter Konwitschny den Titel Regisseur des Jahres“. Ausschlaggebend für die Wahl auf den 73-Jährigen waren seine Arbeiten wie Cherubinis „Medea“ in einer neuen deutschsprachigen Dialogfassung „als atemberaubendes Drama internalisierter Gewalt“ (Opernwelt), die „Atilla“-Kriegssatire am Theater an der Wien und Penthesilea von Othmar Schoeck an der Oper Bonn. Letztere ist 2019 am Musiktheater Linz zu erleben.

Genauso darf sich Johannes Leiacker zum wiederholte Mal Bühnenbildner des Jahres“ nennen. In Erinnerung blieb er der Jury für sein Schlossgebilde in Brigitte Fassbaenders „Capriccio“ an der Oper Frankfurt. Derzeit entwirft der 68-Jährige die Bühne für die Euryanthe-Inszenierung am Theater an der Wien (Dezember 2018).

Klaus Bruns, vom Berliner Musiktheater-Magazin zum Kostümbildner des Jahres“ gekürt, „sorgte für die bis zum letzten Barthaar stimmige historische Garderobe“ (Opernwelt) bei „Meistersinger von Nürnberg“. Erst im April diesen Jahres zeichnete sich der Mozarteum-Absolvent für die Kostüme von „A Midsummer Night’s Dream“ am Theater an der Wien verantwortlich.

Die teils fluoreszierenden Kostüme und Masken von Klaus Bruns erhöhen noch die Wirkung dieser (alb-)traumhaften Juninacht, aus der schließlich (…) alle erwachen dürfen. (Kleine Zeitung, 17.04.18)

Die Bayerische Staatsoper darf sich über die Nachwuchskünstlerin des Jahres“ (Anna El-Khashem) und das Orchester des Jahres“ freuen. Dirigent des Jahres“ wurde Sir John Eliot Gardiner (übrigens auch als Bio-Bauer aktiv). Heinz Holligers Musiktheater Lunea“ ist die Uraufführung des Jahres“, Wiederentdeckung des Jahres“ wiederum Erich Wolfgang Korngolds Das Wunder der Heliane“. Das Ärgernis des Jahres“ geht an Georg Baselitz‘ Parsifal“-Kulisse und das von Richard Erkens herausgegebene Puccini-Handbuch“ ist das Buch des Jahres“.

Quelle: der-theaterverlag.de