5 gute Gründe, mal wieder ins Theater zu gehen

Eine Liebeserklärung zum 58. Welttag des Theaters.

Zum Welttag des Theaters, der 1961 vom International Theatre Institute (ITI) zur Würdigung der Theaterkünste ins Leben gerufen wurde, bekennen wir (Theater-) Farbe und fordern mit 5 guten Gründen: Geht mal wieder ins Theater!

1. Für Jedermann und Jederfrau, oder: Das Theater ist für alle da

Egal ob mit dem Tinderdate zu Shakespeares »Sommernachtstraum«, Nestroys »Zerrissener« mit den besten Freunden oder die Oma zu Euripides‘ »Medea« ausführen: Theater kann packen wie ein Thriller, unterhalten wie ein »Ein echter Wiener geht nicht unter« zu Silvester und Herzschmerz verursachen wie »Titanic« zur Primetime. Wer es noch deutlicher braucht: Theater ist vielseitig und hat quer durch den Stückegarten allerlei für Alt und Jung, Groß und Klein, Ernst und Lustig und noch viel, viel mehr zu bieten.

Zweifle an der Sonne Klarheit, zweifle an der Sterne Licht, zweifl‘, ob lügen kann die Wahrheit, nur an meiner Liebe nicht. (aus »Hamlet«, Shakespeare)

2. Strumpfhose und Krawatte waren gestern, oder: So divers die Stücke, so bunt das Publikum

Zugegeben, hätte man früher in Jeans und Sportlatschen ein Theater betreten, hätten die stolzen Abo-Besitzer einzig mit ihren empörten Blicken zur Flucht (und weiter ins Kino oder an die Bar) bewogen. Inzwischen tragen sogar die Promis zu Sakko und Krawatte fancy Sneaker und der Kleidungscodex ist nur noch in der Staatsoper gültig.

3. Auf Schnäppchenjagd, oder: Theater ist nicht teuer

Noch vor dem Versuch ins kleine Schwarze zu springen oder den Anzugspinguin für einen Abend zu geben, machte manch einer schon dank der Eintrittspreise einen weiten Bogen ums Theater. Die gute Nachricht: Da Theaterhäuser Ausgrenzung gar nicht super finden, gibt es allerlei Ermäßigungen (vom Powi-Studenten bis zur Power-Omi) und zudem noch Special-Aktionen. Die schlechte Nachricht: Die liebgewonnene Ausrede, es kostet zu viel, wird an dieser Stelle als nichtig erklärt.

4. Lebensweisheiten to go, oder: Stellt Glückskekse und Yogi-Tee ins Regal zurück

Für Glückskeksspruch-Leser, große Querdenker und derartig Gefährdete: Das Theater hat euch allerlei mitzuteilen. Und ganz, ganz wichtig: Theater ist kritisch zur Zeit (+ zu sich selbst) und bezieht Stellung, ihr müsst euch bloß drauf einlassen.

Eine kleine Unterhaltung braucht das tägliche Leben. (»Die Präsidentinnen«, Werner Schwab)

5. Voll im Hygge-Trend, oder: Quality-Time abseits vom Smartphone

Schon klar, wir lieben Smartphones, Messenger-Dienste, die sogar die Großeltern in Australien am Screen erscheinen lassen und natürlich: Streaming und Emojis. Gleichzeitig sehnen sich immer mehr von uns nach einer kleinen Auszeit und wollen mal wieder den echten Menschen statt dessen Profilbild vor sich haben. Unser Tipp: Ab mit euch ins Theater, lasst euch vom Schauspiel fesseln und steigt abends glücklich und müde ins Bett. Das Smartphone alias Wecker reißt euch am Morgen ohnehin aus euren Träumen.

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