Am 7. August besetzt Lukas Resetarits die Arena erneut

Lukas Resetarits

Wie auch zahlreiche andere Locations findet auch die Wiener Arena erst zaghaft wieder den Weg zurück ins Livegeschehen: Vorerst mit Kabarett statt (Punk)rock!

Foto: Katrin Werzinger

Um ihren Abriss zu verhinderen, haben zahlreiche Künstler vor fast 45 Jahren den alten Schlachthof in Sankt Marx besetzt: Darunter auch die Brüder Lukas und Willi Resetarits. Mehr als drei Monate lang wurde das Gelände ab Juni 1976 besetzt, neben einem Lagerleben gab es Veranstaltungen, Feste, Konzerte und Diskussionen – die Bevölkerung unterstützte den Protest der Künstler, Anrainer versorgten sie mit dem Notwendigsten. Schlussendlich wurde das Areal trotzdem geschliffen, aber: ein Teil der Gebäude blieb bestehen – und der Start für eine neue Kulturszene in Wien wurde gesetzt. Seitdem ist die Arena, wie das Konzertareal seit ehedem heißt, ein Fixpunkt in der österreichischen Eventszene: Ganz gleich ob die große Open-Air-Fläche, die große oder die kleine Halle, der 3raum oder gar das Beisl – in der Arena passiert seit Jahrzehnten mehr als nur Nischenmusik (wenngleich „Punkrock“ mittlerweile auch im Mainstream angekommen ist): beinahe alle Sparten der Populärmusik finden hier fast täglich Gehör, sowohl lokale Musiker wie auch internationale Superstars schätzen das besondere, urige Flair der Arena.

Leider ist aber auch die Arena zwar eine Ausnahmeerscheinung, aber nicht von der COVID-19-Pandemie ausgenommen: Auch in Erdberg hat man die Tore schließen müssen, seit fast einem halben Jahr (!) herrscht in den Hallen tote Hose (badum-tss!). Hand aufs Herz: Bei im Schnitt 30 Veranstaltungen, die ich persönlich jährlich im schloddrigen Backsteinbau besuche, ist nicht nur mir die Situation alles andere als „wurscht“ – auch Lukas Resetarits schließt sich meiner Wehmut an und hilft mit, die Arena wieder sukzessive und zaghaft an einen „Normalbetrieb“ anzunähern – wenngleich die „alte Normalität“ noch in weiter Ferne liegt. Aber trotzdem: Am 7. August ist immerhin der als prononciert links und politisch aktiv geltende Kabarettist, der von der Presse dereinst auch als „Verteidiger der Entrechteten und Marginalisierten“ bezeichnet wurde, mit seinem aktuellen Programm „Wurscht“, das 2019 im Stadtsaal premierte, ebda. zu erleben. Besetzen wir gemeinsam die Arena, damit sie auch fürderhin bestehen bleibt!

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