🇦🇹 Black Palms Orchestra: „Palm Fiction“

Black Palms Orchestra

Christian Fuchs alias Black Palms Orchestra nähert sich auf „Palm Fiction“ seinen Lieblinsliedern aus funklen Thrillern, verstörenden New-Hollywood-Klassikern und Zombie-Epen.

Mit dem neuen Album „Palm Fiction“ schließt sich für das Wiener Black Palms Orchestra ein Kreis. Seit 2016 arbeitet Bandgründer Christian Fuchs mit unterschiedlichen Kollaborateur*innen an Songs, die aus fiktiven Filmen und Serien stammen könnten. Nun nähert sich der vielseitige Musiker tatsächlichen Lieblingsliedern aus dunklen Thrillern, verstörenden New-Hollywood-Klassikern und Zombie-Epen.

Zwischen diversen Lockdowns reist Fuchs 2021, zusammen mit dem Multiinstrumentalisten Christof Baumgartner, ins steirische Studio des Produzenten Bernd Heinrauch. Dort entsteht das Fundament für die elf Coverstücke, die sich nahtlos in den dunklen Klangkosmos des Black Palms Orchestra einfügen. Als dann das Wiener Electropop-Duo Dramas, der kanadische Stonerrocker Jay Brown (Weddings), der L.A Underground-Sänger Ian Ottaway und die Stammgäst*innen Medina Rekic (White Miles) und Monsterheart virtuell dazustoßen, enstehen magische Momente.

Die Songauswahl auf „Palm Fiction“ reicht über „Twin Peaks“ und „Eraserhead“ bis zu „True Detective“, „Light Sleeper“ oder „The Walking Dead“. Die Vorabsingle „Nightcall“, aus dem Neonoir-Meisterwerk „Drive“, überrascht mit pulsierendem Electrorock.

Als cinematisches Bandprojekt ist das Black Palms Orchestra von Anfang an angelegt. Auf dem Debütalbum „Sad Moon Rising“, inklusive Stars der österreichischen Indieszene wie Oliver Welter (Naked Lunch) oder Ankathie Koi, klingt die Musik aber noch melancholisch-countryesk. Christian Fuchs schlüpft in die Rolle des düsteren Crooners, ein erfolgreiches Debütkonzert in der ikonischen Karlskirche verzaubert das Publikum beim Popfest Wien.

Das Nachfolgewerk „Tropical Gothic“ lässt 2017 rohere Rockstracks in der Welt des Black Palms Orchestra aufflackern. Die Stimmen von Medina Rekic, der US-Indie-Ikone Scott McCLoud (Girls vs. Boys), der schwedischen Legende Jonas Almquist (The Leather Nun) und abermals Monsterheart verschmelzen mit Christian Fuchs in den Songs über Liebesdramen und Outsider-Träume. 

Den tragischen Themen ist das Black Palms Orchestra treu geblieben, nur wagt man sich diesmal an Heiligtümer aus dem Soundtrack-Reich. Der durch Marilyn Monroe legendär gewordene Titeltrack aus der Western-Romanze „River Of No Return“ wird zu feinfühligem Electro-Country. Mit dem Rockabilly-Pop von „Love is Strange“ folgt nun die ultimative Auskoppelung zum Albumrelease. Ein Song, der sowohl im Amokläufer-Drama „Badlands“ als auch in „Dirty Dancing“ vorkommt, eine stilistische Gradwanderung, wie sie der Grenzenüberschreiter Christian Fuchs liebt.

Über Christian Fuchs

Mit Fetish 69 hatte der gebürtige Grazer einst eine der radikalsten Bands Österreichs formiert und die internationale Industrialrock-Szene aufgemischt, mit Bunny Lake erfolgreich dem tanzbaren Electro-Pop gehuldigt, mit der Neigungsgruppe Sex, Gewalt & Gute Laune das Neo-Wienerlied mitdefiniert. Hartes und Zartes und vermeintliche Gegensätze prallten aufeinander, hysterische Gigs führten in Underground-Clubs und auf Riesenbühnen, auf Raves bis in die Morgenstunden, in Theatersäle und auf Bierzelte am Land. Heute agiert Fuchs neben dem Black Palms Orchestra auch noch in der wienerischen Rock’n’Roll-Band Die Buben im Pelz.

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