Das Vienna Metal Meeting geht in die dritte Runde

Vienna Metal Meeting

Seit zwei Saisonen ist die Bundeshauptstadt um ein Festival reicher: Bisher kredenzte das Vienna Metal Meeting Granden wie Mayhem und Marduk. Und auch die Ankündigungen für 2019 fangen schon gut an: Sichert euch jetzt die vergünstigten Early Bird-Tickets!

Vienna Metal MeetingDas Vienna Metal Meeting ist neben dem Kaltenbach Open Air am Semmering das größte und härteste Festival Österreichs und konnte bereits in den ersten beiden Saisonen mit einem breit gefächterten Programm von Mayhem und Marduk über Sodom und Batushka bis hin zu Asphyx und Nifelheim überzeugen. Und auch kommendes Jahr werden sich nun in der bereits dritten Saison die Granden aus den Brachialgenres Death, Black und Thrash im Backsteinareal der Wiener Arena einfinden. Heute gehen die streng limitierten und vergünstigten Early Birds in Verkauf, gleichzeitig werden auch die ersten vier Künstler angekündigt:

Solstafir machten „zuletzt“ Schlagzeilen im Disput mit ihrem Ex-Schlagzeuger Gummi. Hierzu mag man stehen wie man will, und Desaströses hätte nach dem bandinternen Fetzenflug passieren können. Doch es scheint, alles löse sich im Guten: Gummi fischt seit ehedem mit Katla in vertrauten Gefilden, die Verbliebenen erbauen als Sólstafir fürderhin die akustische Blaupause weißer Gletscher, vulkanischer Bizarrerie, moosgrüner Wiesen und Fjordschluchten. Dabei wirkt „Berdreyminn“ zugänglicher, lichter als „Ótta“ und erblüht dabei mit punktuellen Synthpopanleihen in Grazie. Ob 2019 bereits der LP-Nachfolger im Raum steht, ist aktuell noch nicht bekannt – der aktuelle Dreijahresrhythmus spräche jedoch dagegen …

 

Rotting Christ konnten Anfang des Jahres in der ((szene)) überzeugen und legten nach einer interimistischen Verhaftung erst kürzlich (nach einem Best-Of auf Seasons Of Mist) eine umfassende Schaffens-Rückschau namens „Under Our Black Cult“ vor. Das Set der griechischen Black-Metaller wartet mit fünf Audio-CDs auf, die zahlreiche Demo-Aufnahmen, Raritäten, Live-Materialien, sowie die Studioalben „Passage To Arcturo“ (1991), „The Mighty Contract“ (1993) und „Non Serviam“ (1994) enthalten. Außerdem kommt „Under Our Black Cult“ mit einem 72-seitigen Buch von Autor Dayal Patterson, in dem die frühen Band-Jahre aufgezeichnet und zahlreiche Interviews mit der Band und Freunden aus der Black-Metal-Szene geführt werden (beispielsweise Nergal von Behemoth und Moonspells Fernando Ribeiro). Dazu enthält „Under Our Black Cult“ ein von Frontmann/Gitarrist Sakis „Necromayhem“ Tolis unterzeichnetes Zertifikat. Unser Interview mit den Tolis-Brüdern lest ihr [hier].

 

Necrophobic ist es gelungen, mit ihrem aktuellen Album „Mark of the Necrogram“ neben Watain, Wiegedood, Marduk und Immortal für eines der Genre-Highlights des ersten Halbjahres verantwortlich zu zeichnen. Präzise Vernichtung und loderndes Inferno, wie auch zwingende Kompromisslosigkeit und feurige Eiseskälte konnten wir den wieder erstarkten Skandinaviern hierfür attestieren, insbesondere, da sich das Quintett in der zölestischen Glanz und Glorie, die Dissection vor und neben ihnen bis zum Exzess (jedoch mit einem Mehr an Mystik) perfektioniert haben, suhlten. Dieses Geschick, halsbrecherische Spannungsbögen zu spinnen, stammt zweifelsohne aus der NWoBHM, von Vorreitern wie Iron Maiden, Diamond Head, Raven, Tygers of Pan Tang oder auch Satan, die in den Vorzeiten das Maß aller Dinge waren. Ein neuer, wenngleich dämonischerer Zenit der Genrehistorie stellt zweifelsohne „Mark of the Necrogram“ dar: Mehr noch als auf den ohnehin starken Vorgängern sprüht hier Testosteron in Konfidenz, wird ein kriegslüsterner, militanter Rundumschlag forciert, der galoppiert wie ein gierender Deckhengst, dessen Nüstern femininen Odem erahnt haben.

 

Fleshcrawl sind Teil eines Faszinosums: Aus Deutschland kommen derer zwei Bands, die auf eine positive Art und Weise mehr nach den Originalen klingen, als diese es selbst tun. Zum einen reden wir hier natürlich von Dew Scented, die bei der ersten Edition des VMM spielten und sich erst kürzlich in die ewigen Jagdgründe verabschiedeten – lange Zeit aber mehr nach Slayer klangen als Slayer selbst. Ebenso klingen Fleshcrawl wie kaum ein anderer nach den Frühwerken von Entombed, Dismember oder Grave. Bereits seit acht Alben versetzen uns die Bayern zurück ins Schweden der frühen Neunziger, wenngleich: Seit gut einem Jahrzehnt ist es still um Fleshcrawl geworden, ist ihr letztes und gerühmtes Album „Structures of Death“ nun auch schon beinahe „klassisch“. Die letzten neuen Stücke gab es 2016 auf der Split mit Skinned Alive und sie waren noch immer da: Die Zuckermelodien, die Dampfhammer-Beats, die sägenden Fuzz-Riffs. Da kann man nur hoffen, dass spätestens zum Vienna Metal Meeting endlich ein Longplayer vorliegt …?!?

 

Das Vienna Metal Meeting findet am 11. Mai in der Wiener Arena statt. Vergünstigte Early Birds gibt es bei oeticket.com.

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