Deadmau5 – While (1

Es sei die erste Platte, die Joel Zimmerman – so Deadmau5 richtiger Name – tatsächlich als „Album“ bezeichnen würde.

Die sechs Vorgänger waren für ihn eine reine Zusammenstellungen einzelner Tracks. Sieben der 25 Tracks sind dabei schon bekannt: „Acedia“, „Avaritia“, „Gula“, „Invidia“, „Ira“, „Luxuria“, und „Superbia“ veröffentlichte der Kanadier bereits im November 2013 auf seinem SoundCloud Account. Das neue dabei ist der verletzliche Piano-Klang, die der DJ mit House-Beats verkuppelt.

Die nach den lateinischen Todsünden benannten Nummern ähneln demselben Prinzip: zuerst langsames Sandmännchen-Klavier. Eine kurze Stille. Und plötzlich setzen die treibenden Drums und Elektro-Sounds ein. Bei „Acadia“ und „Gula“ wirkt das beim ersten Hören befremdlich, „Invidia“ oder „Superbia“ verlassen sich gänzlich auf den ruhigen Piano-Klang. Darin könnte auch die durchdachte Anordung der Songs liegen: Denn sie bilden die Brücke zu den heftigeren nachfolgenderen Tracks. Die völlig neuen Songs sind gelungene und abwechslungsreiche Experimente: mit beruhigenden weiblichen Vocals, neuen Instrumental-Sphären (E-Gitarre) und einem kräfigen frischen Funk, wie zum Beispiel in „Seeya“ feat. Colleeen D’Agostino. Auch für elektronische Skeptiker lohnt es sich, sich darauf einzulassen.

Live am Beatpatrol Festival.

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