Die Jungfrau von Orléans: Premierenabend + Stimmen in 10 Bildern

(Nicht nur) die geballte Frauenpower von Oksana Lyniv, Lotte de Beer und Lena Belkina sorgte am Samstag für eine mehr als gelungene Premiere am Theater an der Wien.

© Werner Kmetitsch

Schon seit Kindheitstagen die historische Lieblingsheldin, setzte Pjotr Iljitsch Tschaikowski nach Abschluss von Eugen Onegin Johanna, der Jungfrau von Orléans, ein musikalisches Denkmal. Das Libretto schrieb der russische Komponist auf der Grundlage von Friedrich Schillers Tragödie selbst, er ließ die Titelheldin aber – anders wie bei Schiller am Schlachtfeld – historisch korrekt auf dem Scheiterhaufen sterben. 1879 komponiert, fand die Uraufführung von Die Jungfrau von Orléans erst am 25. Februar 1881 im Mariinski-Theater in St. Petersburg statt und steht heute nur selten auf dem Spielplan von (westlichen) Musiktheatern. Umso erfreulicher ist, dass das Theater an der Wien Tschaikowskis frühes Werk als Abschluss an seinen diesjährigen Schillerkreis setzt. Lotte de Beer, 2015 bei den International Opera Awards ausgezeichnet, in der Regie, die Grazer Chefdirigentin Oksana Lyniv mit ihrem Debüt als musikalische Leiterin und Clement & Sanôu (Ausstattung) bilden mit Ran Arthur Braun (Choreografie) sowie Alessandro Carletti das künstlerische Leading Team. Lena Belkina, die 2017 ihr Rollendebüt als Carmen bei den Bregenzer Festspielen gab, ist als Johanna zu hören. Tschaikowskis Oper können Sie noch bis zum 27. März am Theater an der Wien (wieder-) entdecken.

Der Abend und die Stimmen in 10 Bildern // „Es packt“

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Bild: © Werner Kmetitsch

Ausblick: Und wie geht’s weiter?

Nach der Premiere ist vor der Premiere! Im April steht mit Orlando eine von Georg Friedrich Händels zukunftsweisendsten Opern auf dem Spielplan des Theater an der Wien. Star-Regisseur Claus Guth inszeniert und der Grammy-prämierte Dirigent Giovanni Antonini gibt sein Debüt am Opernhaus an der Wien. Das sogenannte Grande Finale bilden in der Kammeroper Leonard Bernsteins Candide (ab 30. April) und wenig später Carl Maria von Webers Oberon. Der erst 24-jährige Dirigent Thomas Guggeis gibt zusammen mit Regisseur und Puppendesigner Nikolaus Habjan bei Weber sein Debüt am Opernhaus.

Tickets für alle Produktionen gibt’s hier.