„Die letzten Tage der Menschheit“: Wiederaufnahme als Abstieg in die Hölle

Die Erfolgsproduktion unter der Regie von Paulus Manker kehrt ab 21. Juni 2019 in die Serbenhalle von Wiener Neustadt zurück. Noch mehr Schauspieler/innen, mehr Schauplätze und ein Abstieg in die Hölle verspricht die Wiederaufnahme.

© Sebastian Kreuzberger

Der Kurier nannte es „DAS Theaterereignis des Jahres“, der Spiegel sprach von einem „Gesamtkunstwerk“, die ARD brachte Samstagabend einen sensationellen Bericht in den „Tagesthemen“, die Deutsche Bühne nannte es einen „apokalyptischen Grenzgang des Theaters“ und die gesamte österreichische Presse überschlug sich vor Begeisterung:

Das ist kein Theater, das ist ein Großstadtbahnhof, ein Dom, ein Schlachtfeld. – Es braucht einen Theaterberserker wie Paulus Manker, einen Hermann Nitsch der Bühne, der sich Theater zu schütten traut, um ein derartiges Monumentalwerk zum Blühen zu bringen. (Salzburger Nachrichten)

Von allem mehr

2019 wird die Inszenierung von Paulus Manker wieder aufgenommen und erweitert: noch mehr Schauspieler/innen, mehr Schauplätze und eine Spieldauer von über acht Stunden. Ein Unternehmen von wahrlich theaterhistorischer Dimension. Die Aufführung ist ein Abstieg in die Hölle, beginnend bei hellem Tageslicht und endend in tiefster Dunkelheit. Dazwischen haben Sie unmittelbar am Geschehen teil: So tippen Sie in den Zeitungsredaktionen auf alten Schreibmaschinen, liegen in den Betten des Lazaretts, lesen an der Sirk-Ecke Zeitung, trinken im Vorstadttheater Wein und begeben sich im offenen Mannschaftswagen hinaus aufs Schlachtfeld. Sie sind nicht nur Zeug/in der Handlung – Sie sind Teil des Geschehens und entscheiden, wem Sie folgen möchten. Jede/r von Ihnen konstruiert sich, wie beim Surfen im Internet, sein/ihr ganz eigenes Drama.

Die Kriegsberichterstatterin Alice Schalek proklamiert im Stück unbewusst das Credo der Aufführung:

Wer wirklich dabei ist, wird vom Fieber des Erlebens gepackt! (Und muss schließlich bekennen:) Ich hab noch nie vorher so übermächtig gespürt, was Hiersein bedeuten kann!

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