Bregenzer Festspiele: ein Clownkopf für den Bodensee

Die Bregenzer Festspiele geben erste Einblicke in den Bühnenbau für die Sommersaison 2019. Kernstück von „Rigoletto“ ist ein 140 Tonnen schwerer Clownkopf, der im Januar häppchenweise enthüllt wird.

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© Bregenzer Festspiele/Dietmar Mathis

Ein sehr schwerer Kopf

Wenige Kilometer vom Festivalzentrum Bregenz entfernt, entstehen zurzeit in Hard die nahezu 14 Meter hohen Kulissenteile für Giuseppe Verdis Oper. Das sogenannte Herzstück der Bühnenkonstruktion bildet heuer ein Riesenkopf aus Fassadenputz, Styropor und Farbe. Ebenso modelliert Theater-Bildhauer Frank Schulze die dazugehörigen zwei und rund 12 Meter hohen Hände. Inklusive Unterkonstruktion und Befestigung wiegt der Clownkopf übrigens an die 140 Tonnen, dessen Inneres bis zu 13 Personen fassen soll.

Stück für Stück zum Bühnenglück

Ende Januar wird zuerst die rechte, dann die linke Hand und anschließend der Kopf (zerlegt in vier Teile) über den Land- wie auch den Wasserweg zur Seebühne gebracht und aufgebaut.

Die drei gigantischen Körperteile sind zwar wesentliche, aber nicht die einzigen Elemente des neuen Bühnenbilds. Hinweise zu weiteren Bühnenstücken könnte das Festspielsujet für Rigoletto mit einer Collage aus angedeutetem Zirkuszelt, bunten Fähnchen und Clowngesicht mit Rüschenkragen geben…

„Rigoletto“ erstmalig als Spiel am (Boden-)See

Giuseppe Verdis schaurig schönes Meisterwerk ist vom 17. Juli bis zum 18. August erstmalig am österreichischen Bodensee-Ufer zu erleben. Regie führt der 1967 in München geborene Philipp Stölzl. Der Regisseur und Bühnenbildner machte sich gleichermaßen mit Filmen wie „Der Medicus“, „Nordwand“ und „Goethe!“ als auch mit Musikvideos für Rammstein, Madonna sowie Die Toten Hosen einen Namen. Unter der musikalischen Leitung von Enrique Mazzola spielen die Wiener Symphoniker gemeinsam mit dem Prager Philharmonischen Chor und dem Bregenzer Festspielchor.

Quelle: Der Standard