Gewinnspiel: Nile und Hate Eternal in der ((szene))

Nile

Am 14. September gastieren Nile mit ihrem neuen Album „Vile Nilotic Rites“ (VÖ: 1. November) in den scharrenden Startlöchern in der ((szene)). Im Vorprogramm: Hate Eternal, Vitriol und Omophagia.

Foto: Francesco Desmaele

Einen Popularitätswettbewerb hat der Historiendozent dereinst nicht gewonnen, wenn er die ägyptischen Pharaonen der vordynastischen Zeit auswendig lernen ließ, samt Jahreszahlen freilich. Immerhin rangierte er damit noch knapp über dem Zahlenjongleur, der allen Ernstes weißmachen wollte, dass f‘‘(x) ein relevanter Wissenserwerb für den weiteren Lebensverlauf sei. Dabei hat die Lernforschung nicht erst gestern bewiesen, dass das, was emotional präsentiert wird, schneller erlernt wird und besser erinnerbar bleibt – und vor allem auch mit einem hochgestimmten Gemütszustand memoriert wird. Vernünftige Pädagogen setzen also auf Effekte und Geschichten, könnten sich dahin gehend ein Vorbild an zahlreichen fidelen Musikanten nehmen: Ganz gleich ob man mit Haemorrhage und Carcass die logische Fortsetzung der gerühmten Kinderserie „Es war einmal … das Leben“ heranzieht oder – im historischen Aspekt – das breite Spektrum von Marduk über Amon Amarth bis hin zu Nile, plötzlich lassen selbst den juvenil desinteressierten Fant auch Themen aufhorchen, die über Alkoholika und Kopulation hinausgehen.

An dieser Tatsache ändert auch das mittlerweile neunte Album der Ägyptologen nichts: Das Kollektiv rund um Karl Sanders beweist sich evolutionsresistent wie ein Krokodil im gleichnamigen Fluss und bedient den geneigten Hörer konsequent seit ihrem Debüt „Amongst the Catacombs of Nephren-Ka“ (das freilich bis dato als unerreichte, weil ruppige Messlatte gelten darf) mit einer im technischen Brachialgewand gewandten Geschichtsstunde, die mit teils orientalischer Instrumentierung, anderseits aber insbesondere gruseligen Streifzügen ins ägyptische Totenreich, zu Blutopfern und Schlangengöttern zu unterhalten weiß. Dass dabei dieser Opus Magnum um die Lauscher donnert, wie ein zölestisch angepeitschter Heuschreckenschwarm und man somit gar nicht umhin kann, als sich vollends in diesem grauslichen Taumel zu verlieren, tut natürlich sein Übriges: Es fällt am neuen Album „Vile Nilotic Rites“, das am 1. November via Nuclear Blast veröffentlicht wird, insbesondere auf, dass Nile hier gerade in der Überlänge brillieren – „Seven Horns of War“, „The Imperishable Stars are Sickened“ und „We are Cursed“ sind genreuntypisch überlange Nummern, die geschickt aufs Album verteilt nicht nur die künstlerische Brillanz von Sanders in ihrer vollen Entfaltung und mit Pauken und Trompeten erstrahlen lassen, sondern auch ihre abominablen Fänge nebulös expektorieren und wie ein Fluch den geneigten Hörer umgarnen, gefangen machen, verschlingen.

Nile mögen stellenweise über die Jahre etwas zahmer geworden sein, doch gerade im gekonnten Wechselspiel zwischen potent donnernden Passagen und manischem Getrampel entfalten die Erzählungen erst ihre wahre apokalyptische Wirkung. We are cursed!

Nile gastieren mit Hate Eternal (21:15 Uhr), Vitriol (20:15 Uhr) und Omophagia (19:30 Uhr) am Samstag, 14. September in der ((szene)). Tickets gibt es bei oeticket.com.

Wir verlosen für das Konzert von Nile am 14. September 1×2 Tickets.

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Sie möchten an unseren Verlosungen teilnehmen? Dann füllen Sie einfach das untstehende Formular aus, Einsendeschluss ist am 13. September (12 Uhr Mittag). Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist nicht an den Erwerb des Magazins gebunden. Eine Weitergabe Ihrer persönlichen Daten an Dritte erfolgt nicht, sie werden zur Abwicklung des Gewinnspieles gespeichert – mehr Informationen dazu hier. Eine Barablöse des Gewinnes ist nicht möglich. Mitarbeiter der CTS Eventim Austria GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bitte notieren Sie im Feld „Wunschgewinn“ das Kennwort „Nile“.