Gewinnspiel: SLASH 1/2 Filmfestival

Slash

Zwischen 5. und 7. Mai zeigt das SLASH 1/2 Filmfestival elf Highlights des Fantastischen Films im Filmcasino. Wir verlosen Tickets!

Von 5. bis 7. Mai werden im Rahmen des diesjährigen SLASH 1/2 elf Highlights des Fanastischen Films auf der Kinoleinwand präsentiert. Fixer Bestandteil des Festivals ist die langjährige Partnerschaft mit dem Crossing Europe Filmfestival Linz, das Mitte April sein Gesamtprogramm verkündet hat. SLASH-Festivaldirektor Markus Keuschnigg, der die Nachtsicht-Schiene des Crossing Europe kuratiert, holt dieses Jahr für das SLASH 1/2 sechs Titel des Linzer Festivals, das zwischen 27. April und 2. Mai über die Leinwand flimmert, auf die Wiener Filmcasino-Leinwand.

Freaks Out (IT/BE 2020, R: Gabriele Mainette)

Rom, 1943: Nachdem Bomben auf einen Zirkus regnen, müssen sich dessen Darsteller alleine durch das faschistische Italien schlagen. Das Mädchen Matilda, das mit ihrem Körper Glühbirnen zum Leuchten bringen kann, schließt sich Partisanen an, während ihre übernatürlichen Freunde, darunter ein Insektenflüsterer und ein menschlicher Magnet, in einer anderen Manege anheuern: Der „Zirkus Berlin“ wird geführt vom zwölffingrigen Pianisten Franz (Rogowski), der nach Freaks sucht, mit denen er den Nazis zum Sieg verhelfen will. „Freaks Out“ ist eine wilde Mischung aus Fantasy und Kriegsfilm, purer Magie und roher Gewalt.

Some Like It Rare (FR 2021, R: Fabrice Eboué)

Haben Veganer:innen einen besseren Geschmack? Wenn man sie isst, dann schon. Diese Erkenntnis ereilt ein Metzger-Ehepaar in der französischen Pampa, deren kleiner Laden von veganen Aktivist:innen attackiert wird. Nachdem sie einen von ihnen aus Rache mit dem Auto überfahren haben, legen sie ihn in Teilstücken in die Theke und siehe da: Der Veganer-Schinken, etikettiert als iranisches Schweinefleisch (!), findet reißenden Absatz! „Some Like It Rare“ ist eine bitterböse, dabei aber überraschend leichtfüßige Horror-Satire über einen Esskulturkampf und die delikate Grauzone zwischen hehren Idealen und der Pragmatik eines gut geschliffenen Hackbeils.

Inexorable (BE/FR 2021), R: Fabrice du Welz

Star-Autor Marcel zieht mit seiner Frau (und Verlegerin) Jeanne in deren gewaltiges Familienanwesen. Als eines Tages die junge Gloria den kurz zuvor entlaufenen Hundewelpen zurückbringt, wird sie flugs als Kindermädchen für Tochter Lucie verpflichtet. Anfangs stellt sich ein fragiles Idyll ein, doch immer tiefer gräbt sich die Fremde in die Familie hinein und bald wird klar, dass sie ihr eigenes sinistres Ziel verfolgt. Der belgische Meisterregisseur Fabrice du Welz spielt gekonnt auf der Klaviatur des klassischen Usurpatoren-Thrillers mit psychosexuellem Unterbau, bevor er sein so elegantes wie abgründiges Stück Spannungskino im letzten Drittel spektakulär entgleisen lässt.

Upurga (LV 2021, R: Ugis Olte)

Wohin gehen Influencer, wenn sie Werbespots für vegane Würstchen drehen wollen? Richtig, in den tiefen, dunklen und sehr feuchten lettischen Wald. Während Wildnis-Experte Andrejs um ihre Sicherheit besorgt ist, dringen die jungen Leute immer tiefer in die Natur ein und stoßen dort auf Urwüchsiges und Unheimliches. Ugis Oltes mit dunkler Folklore vollgesogener Mystery-Thriller „Upurga“ setzt anfänglich auf ein klassisches Found Footage-Horrorszenario, mutiert aber im weiteren Verlauf zu einem eigensinnigen, schrulligen und ziemlich weirden Trip voller verhaltenskreativer Charaktere und ganz viel Sauerkraut. Muss man gesehen haben.

Kung Fu Zohra (FR/BE 2021, R: Mabrouk El Mechri)

Als Zohra den charismatischen Omar kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf und zieht mit ihm in die Pariser Vorstadt. Als er sie zum ersten Mal schlägt, verbirgt sie das blaue Auge hinter einer Sonnenbrille. Als sie sich sechs Jahre später wegen ihrer Tochter, die Omar abgöttisch liebt, immer noch in derselben toxischen Beziehung wiederfindet, erinnert sie sich an ihre Leidenschaft für Martial Arts-Filme. Und als sie in der Boxschule einen alten Chinesen trifft, der ihr Kung Fu lehrt, kämpft sich Zohra frei, Handkante um Handkante. „Kung Fu Zohra“ vermengt Kampfkunstkino mit einem Drama über häusliche Gewalt. Das Ergebnis ist einer außergewöhnlichsten Filme des Jahres.

X (USA 2022, R: Ti West)

1979: Eine Truppe junger Leute fährt im Kleinbus in die texanische Pampa, um in einem abgeschiedenen Bauernhof einen Porno zu drehen. Die greisen Farmer zeigen sich von Anfang an verhaltensauffällig, doch als sie dem wilden Treiben auf die Schliche kommen, eskaliert die Situation. Ausnahme-Regisseur und Retro-(Re-)Visionär Ti West („The House of the Devil“) nestelt sich mit seinem ersten Kinofilm seit sechs Jahren in der Ästhetik des Siebziger-Jahre Terrorkinos ein und spielt gekonnt auf der etablierten Schock-Klaviatur, bevor er sie so lustvoll wie intelligent modernisiert. Das erste Horror-Meisterwerk des Jahres!

Was die gezeigten Werke in ihrer Vielfalt – auch über die des Crossing Europe hinaus – dieses Jahr vereint, ist das übergreifende Thema des Widerstands. Der Fantastische Film, an sich schon ein Akt des Widerstands – gegen den Mainstream, gegen den guten Geschmack, gegen alles Gängige und Gefällige – eignet sich besonders gut, die vielen Facetten des Aufbegehrens in unserer Gesellschaft zu veranschaulichen. Die diesjährigen Filme des SLASH 1/2 handeln vielfach von Selbstermächtigung und Protest, aber auch von Rache und Selbstjustiz.

Everything Everywhere All At Once (USA 2022, R: Dan Kwan, Daniel Scheinert)

Wer einmal in den Hirnwindungspalast der „Daniels“ eingestiegen ist, findet so schnell nicht mehr wieder raus – und will das wahrscheinlich auch nicht. Sechs Jahre nach ihrer letzten gemeinsamen Arbeit „Swiss Army Man“ mit Harry Potter als dauerfurzender Leiche, schicken sie jetzt die legendäre Michelle Yeoh in ihren sentimental unterbauten, komplett narrischen Kino-Kosmos. Als desillusionierte Waschsalon-Besitzerin in Steuernöten fällt ihr plötzlich die Aufgabe zu, nicht nur unsere Welt, sondern ein Multiversum an Dimensionen vor dem Untergang zu retten. Die Daniels brennen ein Feuerwerk an irrwitzigen Einfällen ab, das Ergebnis ist existenzialistischer Surrealismus mit profund humanistischer Schlagseite. Ganz große Kunst!

No Looking Back (RU 2021, R: Kirill Sokolov)

Nach vier Jahren Gefängnis kehrt Olya nach Hause zurück und möchte mit ihrer zehnjährigen Tochter Masha ein neues Leben beginnen. Doch die zu Gewaltausbrüchen neigende Oma will das Mädchen nicht gehen lassen. Masha und Olya fliehen, die Matriarchin nimmt die Verfolgung auf. Drei Jahre nach seinem Erfolg mit „Why Don’t You Just Die?“ begeistert Kirill Sokolov mit dieser wilden Abmischung von Familien-Groteske, Splatstick-Komödie und Road Movie. „No Looking Back“ ist gespickt mit genialen Einfällen und Momenten, bleibt aber auch aufgrund des generationsübergreifenden Porträts dreier gusseiserner Frauen im Gedächtnis. Und: Masha ist lässigstes Filmkind überhaupt!

Dark Glasses (IT/FR 2022, R: Dario Argento)

Auf der Flucht vor einem Serienmörder verunglückt die Edelprostituierte Diana mit ihrem Auto und verliert dabei ihr Augenlicht. Während sie langsam lernt, ihren Alltag als Blinde zu bewältigen, freundet sie sich mit dem chinesischen Jungen Chin an, dessen Eltern bei demselben Unfall gestorben sind. Doch der Killer hat noch eine Rechnung offen und heftet sich an ihre Fersen. Il maestro é tornato! Eine Dekade nach seinem letzten Kinofilm kehrt der legendäre Dario Argento zu dem Genre zurück, mit dem seine Karriere einst begonnen hat. „Dark Glasses“ ist schlanker Giallo und unprätentiöses Alterswerk, inszeniert mit leichtem Wahnsinn, garniert mit schönsten Bluteffekten.

Hatching (FI/SE 2022, R: Hanna Bergholm)

Eine Faustregel (nicht nur) im Horrorkino lautet: Je schöner die Fassade, desto kaputter das Innenleben. „Hatching“ erzählt von einer (natürlich) blondhaarigen finnischen Vorzeigefamilie, die ihr perfektioniertes Vorstadt-Dasein via Video-Blog in die Welt hinaus sendet. Nur Tochter Tinja schert aus dem Zwangsglück aus: Die Pubertierende findet eines Tages ein Ei im Wald und plant, es zu Hause auszubrüten. Das, was letztendlich aus der Schale schlüpft, scheint eng mit dem Mädchen verbunden und setzt an, die heile Welt ein für alle Mal zu zerrütten. In Hanna Bergholms Spielfilmdebüt trifft Creature Feature auf Body Horror: Entzückend!

Mona Lisa and the Blood Moon (USA 2021, F: Ana Lily Amirpour)

Während des Vorspanns hört man eine Stimme nach „Mona Lisa“ rufen, ganz so als würde sie die enigmatisch-mysteriöse Hauptfigur dieser wilden, eigentümlichen New Orleans-Fantasy beschwören. Mona Lisa ist Nordkoreanerin mit telekinetischen Kräften, die, entkommen aus der geschlossenen Psychiatrie, von der alleinerziehenden Stripperin Bonnie (fantastisch: Kate Hudson) aufgenommen und ausgenutzt wird, bis sie sich mit deren Sohn Charlie aus dem Staub macht. „Mona Lisa and the Blood Moon“ ist ausgeflippt und zuckersüß, ein Insistieren darauf, dass es in dieser kalten, dreckigen Welt noch so etwas wie Hoffnung und menschliche Wärme geben darf – und muss.

Wir verlosen je 1×2 Tickets für „Dark Glasses“ (Freitag 6. Mai, 23 Uhr) und „X“ (Samstag 7. Mai, 20:30 Uhr)!

Der Kartenvorkerauf startet am 25. April auf der Website des SLASH-Filmfestivals.

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Sie möchten an unseren Verlosungen teilnehmen? Dann füllen Sie einfach das untstehende Formular aus, Einsendeschluss ist am 3. Mai. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist nicht an den Erwerb des Magazins gebunden. Eine Weitergabe Ihrer persönlichen Daten an Dritte erfolgt nicht, sie werden zur Abwicklung des Gewinnspieles gespeichert – mehr Informationen dazu hier. Eine Barablöse des Gewinnes ist nicht möglich. Mitarbeiter der CTS Eventim Austria GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bitte notieren Sie im Feld „Wunschgewinn“ das Stichwort „Slash + Wunschfilm“!

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