Kritikenrundschau: „Alcina“

Vergangenen Samstag zauberten Regisseurin Tatjana Gürbaca und ihr künstlerisches Team mit „Alcina“ einen fabelhaften Saisonstart an der Wien. Nicht nur die, vom Hexenschuss geplagte, Marlis Petersen überzeugte die Presse.

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© Herwig Prammer

Ein trostloses Land, in das die mächtige Alcina tapfere Ritter lockt, sie verführt und die Männer, wenn sie ihnen überdrüssig ist, in Pflanzen oder gar Steine verwandelt. Einzig die wahre Liebe vermag am Ende den bösen Zauber zu brechen und die unglücklich verhexten Männer zu befreien.

Die deutsche Regisseurin Tatjana Gürbaca hat die Geschichte vom utopischen Paradies zum Saisonstart an der Wien in Szene gesetzt. Die Bühnen- und Kostümbildnerin Katrin Lea Tag lieferte die dazu passende schroffe Felslandschaft. In der Titelrolle der Alcina brillierte in gewohnter Manier Marlis Petersen. Und Stefan Gottfried überzeugte mit seinem ersten Auftritt als Conductor in Residence.

Kritikenrundschau// Ein Hauch Opernzauber

Georg Friedrich Händels „Alcina“ überzeugt an der Wien. (Kurier, 17.9.18)


Darstellerische Wirkung und vokale Souveränität verströmten sämtliche Beteiligte. (Der Standard, 17.9.18)


Katarina Bradic, als Bradamante szenisch stark zwischen Lara Croft und einer Braut, die zuletzt den Schleier erbost von sich weist und Ruggiero stehen lässt. (Die Presse, 17.9.18)


Von extremer Wirkung ist der Counter-Tenor David Hansen, so hell, so scharf, so exzessiv, dass er einen aus dem Sessel hebt. (Neues Volksblatt, 18.9.18)

Und – das lässt sich nach der Premiere sagen – selbst ein knapp zuvor erlittener Hexenschuss kann diese Ausnahmekünstlerin nicht stoppen, die geballte Frauenpower funktioniert trotz oder vielmehr dank der völligen szenischen Entzauberung dieser Rittergeschichte sehr gut. (Kurier, 17.9.18)


Und musikalisch? Da brilliert naturgemäß die Sopranistin Marlis Petersen als intensive, wahrhaftig liebende, letztlich gebrochene Alcina. Was für eine Schauspielerin! Doch stehen ihr mit der sensationellen Katarina Bradic (in der hier an Lara Croft gemahnenden Hosenrolle der Bradamante) und der darstellerisch wie vokal feinsinnigen Mirella Hagen (Morgana) zwei fabelhafte Mitstreiterinnen zur Seite. (Kurier, 17.9.18)


Die neue Klangkultur erstreckt sich auch auf das durchwegs hervorragende Sängernensemble: Hier hat man sich offenkundig auf eine enorme stilistische Homogenität geeinigt und dabei wunderbar frisch wirkende Ornamente jenseits des bloß Virtuosen eingearbeitet. Einige, nein, viele Momente glichen unerhört schillernden Perlen. (Der Standard, 17.9.18)


Marlis Petersen ist eine gesanglich überzeugende, strahlende (…) Alcina (Wiener Zeitung, 18.9.18)


Die Krone gebührt Marlis Petersen für ihre noble, bewegende Alcina. (Die Presse, 17.9.18)


Triumph für den Concentus Musicus unter Stefan Gottfried. (Der Standard, 16.9.18)


(V)irtuose Solopassagen, perfekte Sängerbegleitung und starke Betonung der Stimmungselemente des Werks, – da kommen Seelenzustände aus der Musik. (Neues Volksblatt, 18.9.18)


Unter Gottfried erblüht stattdessen bei diesem Händel eine Vielzahl neuer Farbigkeit, eine weniger fragile, doch hochdifferenzierte Klangkultur voller Ausdruckskraft und Energie. Sein Dirigat ist nicht weniger gestisch durchgebildet, doch erlaubt es einen durchgehenden, natürlich wirkenden Fluss. (Der Standard, 17.9.18)


(V)or allem die Continuo-Gruppe musiziert stilvoll und atmosphärisch. (Wiener Zeitung, 18.9.18)


Tadellos auch der Arnold Schoenberg Chor. (Kurier, 17.9.18)


Eine effektvolle Produktion in eindrucksvoller Ausstattung von Katrin Lea Tag. (Kronen Zeitung, 16.9.18)

Lassen Sie sich vom Theater an der Wien noch bis 26. September in Händels magische Welt zaubern!

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