Kulturelle Höhenflüge im neuen Konzertsaal

Noch diesen November geben die Taggenbrunner Festspiele einen hochkarätigen Vorgeschmack auf ihre erste Festivalsaison 2020.

Foto: skape-Stefan Kogler Architects

Moderne Location mit historischen Akzenten

Wir möchten in Kärnten einen einzigartigen Ort schaffen, der für hervorragende Aufführungen geeignet ist und einen kulturellen Anziehungspunkt, weit über die Landesgrenzen hinaus, darstellt.

Unternehmer Alfred Riedl

Es ist mehr als ein ambitioniertes Projekt: Die Kärntner Burg Taggenbrunn ist die Realisierung einer Vision, deren Herzstück der Veranstaltungssaal mit einem Fassungsvermögen von über 600 Personen ist.

Die Burg bei St. Veit an der Glan wurde mit immensem Aufwand saniert: Unter sorgfältiger Auswahl und Abstimmung der Materialien gelang es Architekt Stefan Kogler inmitten der idyllischen Weinberge eine spannende Symbiose zwischen alten Mauern und moderner Architektur zu schaffen. Im Innenhof – überdacht von sonnengefiltertem sowie schallisoliertem Glas – befindet sich der neue imposante Saal mit Platz für mehr als 600 ZuseherInnen (eingeteilt in Parkett, Balkon und Galerie). Für die Akustik konnte der Münchner Experte Karlheinz Müller gewonnen werden, dessen Referenzliste die akustische Ausstattung der bedeutendsten Konzertsäle weltweit umfasst. Fernab von obligaten Spielstätten bietet Burg Taggenbrunn eine beeindruckende Kulisse für außerordentliche Konzerte als auch Performances und stellt in Kärnten ein einzigartiges Kulturprojekt dar.

Erster Vorgeschmack im November

Als künstlerischer Berater agiert der langjährige Intendant der Wiener Staatsoper Ioan Holender.

Die Taggenbrunner Festspiele finden ab 2020 von Mai bis November statt. Schon dieses Jahr gewährt man mit vier Terminen und gleichermaßen vier hochkarätigen KünstlerInnen einen vollmundigen Vorgeschmack auf die erste Saison:

Camilly Nilund, 7. November | Den Auftakt gestaltet Anfang November KS Camilla Nylund mit dem Pianisten Helmut Deutsch. Die Sopranistin ist Wagner-Sängerin unter anderem bei den Bayreuther Festspielen und tritt international in den bedeutendsten Opern- sowie Konzerthäusern auf. Zuletzt erlebte Nylund einen spektakulären Erfolg als Kaiserin in der Neuproduktion der Frau ohne Schatten von Richard Strauss unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann an der Wiener Staatsoper.

Günther Groissböck, 23. November/ Piotr Beczała, 24. November | Mit Auftritten von Günther Groissböck und Piotr Beczała folgt ein Wochenende der musikalischen Superlative. Groissböck zählt zu den gefragtesten Bässen seiner Generation. Zahlreiche Engagements führten ihn etwa an die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, die Bayerische und die Wiener Staatsoper sowie zu den Bayreuther und den Salzburger Festspielen.

Piotr Beczała, von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeiert, ist einer der begehrtesten Tenöre der Gegenwart und regelmäßiger Gast an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit. Dazu zählen beispielsweise die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala und die Salzburger Festspiele. Vor drei Jahren gab er an der Seite von Anna Netrebko sein Rollendebüt als Lohengrin an der Semperoper Dresden (Musikalische Leitung: Christian Thielemann).

Philipp Hochmair, 30. November | „Jedermann-Rock’n’Roller“ Philipp Hochmair lädt mit seinem umjubelten Programm Werther! zum Abschluss der Reihe. Der österreichische Schauspieler ist Romy-Preisträger 2019 und nicht nur als TV-Darsteller einem breiten Publikum bekannt, sondern zugleich ein beeindruckender Theater-Schauspieler. Furore machte überdies seine glänzende Leistung als Jedermann bei den Salzburger Festspielen 2018 als Ersatz für den erkrankten Tobias Moretti.

Das Soloprogramm Werther! von Hochmair und Regisseur Nicolas Stemann tourt erfolgreich seit 1997 und begeisterte an den namhaftesten deutschsprachigen Bühnen gleichermaßen wie bei Auslandsgastspielen.

Die Besetzung der Festspielsaison 2020 läuft zurzeit auf Hochtouren. So viel sei bereits verraten: Sie dürfen sich auf weitere herausragende KünstlerInnen freuen und ein Programm mit starkem Fokus auf Liederabenden international renommierter SängerInnen, exzellenten InstrumentalistInnen sowie Ensembles und Lesungen als auch Programmen von SchauspielerInnen.