Lamila präsentieren ihre dritte Single

Lamila

„The Last Leaf“ ist Teil drei der vierteiligen Konzeptreihe der fantastischen Indie-Folker Lamila aus Wien.

Lamila ist eine Wiener Folk-Pop-Band um die Singer-Songwriterin Camilla Thurner. Gemeinsam mit dem Gitarristen Alexander Hoffmann und der Kontrabassistin Ines Fuchs hat sie Lamila 2019 als ursprünglich rein akustisches Folk-Trio gegründet. Bereits bei der Debütsingle „Dandelion Crown“ im Sommer 2020 wurde jedoch deutlich, dass sie sich von diesem engen Rahmen nicht halten lassen. Zwischen zeitgenössischem Indie-Pop Marke Fleet Foxes oder First Aid Kit, dem Folk der Summer of Love-Ära, aber auch Jazz bewegt sich der Sound der Band eklektisch, aber wie aus einem Guss. Das Gitarrenspiel ist beeinflusst von Folk- und Pop-Größen der 1960er Jahre wie etwa Simon & Garfunkel oder Nick Drake. Der Kontrabass verspricht mit rhythmischen Licks aus dem Handgelenk oder elegisch-brummenden Bogenstrichen die viszerale Unmittelbarkeit des Jazz. Harmonische Background-Chöre tauchen alles in ein warmes Licht und erzeugen ein Gefühl zwischen sanftmütiger Leichtigkeit und (manchmal melancholischer) Nostalgie.

„The Last Leaf“ ist nun die dritte Single einer vierteiligen Konzeptreihe: Nach dem bereits angsprochenen Debüt mit „Dandelion Crown“ (Sommer) und dem hierauf folgenden „Mammoth Tree“ (Herbst) ist „The Last Leaf“ inspiriert von der winterlichen Trostlosigkeit des gleichnamigen Schwarz-Weiß-Kurzfilms aus dem Jahr 1952. Dieser erzählt von einer jungen Frau, die während eines Schneesturms an einer schweren Lungenentzündung erkrankt. Gegenüber ihrem Fenster rankt ein Efeu, der nach und nach im Wind seine Blätter lässt, was die junge Frau als Parallele zu ihrer eigenen, schwindenden Lebenskraft interpretiert.

Lamila greifen diese Geschichte auf und transportieren sie in eine Beziehungsdynamik in der Gegenwart: auf der einen Seite die Protagonistin in einer trost- und farblos empfundenen Stimmungslage, auf der anderen Seite ein erfolgloser Maler. Dieser pinselt in der Nacht, als nur mehr ein letztes Efeu-Blatt hängt, ein solches an die Mauer und bringt so der jungen Frau wieder ihren Lebensmut zurück. „The Last Leaf“ hat eine klare Message: Jeder braucht manchmal Menschen, die das Leben in Farbe tunken und einem die Schönheit des Lebens wieder vor Augen führen (all the colors you revived). Jedoch muss man auch bereit sein, diese Hilfe anzunehmen (but I want you to know I’m the one who can see what your paintings truly mean).