Nachwuchsförderung im Dave Grohl Music Camp Berlin

Sieben Instrumente, 23 Minuten: Mit seinem Solostück „Play“ hat Dave Grohl (Foo Fighters) diesen Sommer Anstoß zu einem großen Projekt gegeben – Kinder und Jugendliche in ihrer Musikausbildung zu inspirieren.

Dave GrohlIm August veröffentlichte der ehemalige Nirvana-Schlagzeuger und Kopf der Foo Fighters „Play“, ein 23-minütiges Musikstück, in der er alle Instrumente selbst einspielt. Davorgestellt ist eine Kurz-Dokumentation, in der er Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zur Musik begleitet. In dem gut halbstündigen Film „Play“ beschreibt der 49-Jährige zunächst, was es für ihn bedeutet, dass seine eigenen Kinder nun anfangen, Musik zu machen – zu singen oder Schlagzeug zu spielen. Er begleitet sie in die „Join the Band“-Musikschule in Los Angeles und lässt dort auch andere Kinder und Jugendliche zu Wort kommen.

„Für jeden Musiker, egal ob jung oder alt, ist ein schönes Studio voller Instrumente wie ein Spielplatz“, sagt Grohl im Film. „Ich fühle mich hier wie ein Kind im Süßwarengeschäft.“ Auch für den ehemaligen Nirvana-Schlagzeuger gehe es noch immer darum, sich in jedem einzelnen Instrument zu verbessern. Die Idee, ein 23-minütiges Musikstück im Alleingang aufzunehmen, sei etwas gewesen, das er nie zuvor versucht hatte, so Grohl. Genau das habe ihn daran gereizt. „Und ganz ehrlich: Ich wusste auch nicht, ob ich es kann.“

Ab Minute 8 beginnt dann das Instrumentalstück „Play“, in dem zunächst sieben Grohls zu sehen sind, die das Studio betreten und an die Instrumente treten. Tatsächlich hat er jedes Instrument in einem jeweils 23-minütigen Take selbst eingespielt: Neben verschiedenen Schlagzeug-Sets und Gitarren auch Bass, Klavier, Synthesizer und weitere Perkussionsinstrumente.

Mit „Play“ wollte Dave Grohl weltweit Musikausbildung inspirieren und fördern. Wie diese konkret aussehen kann, zeigte am 17. und 18. November etwa das Dave Grohl Music Camp in Berlin. Bei diesem von BIMM, Noisy Rooms, Thomann und RCA Deutschland mit initiierten Event kamen sechs junge Musiker zwischen 14 und 22 Jahren in den Berliner Noisey Rooms zusammen, um das 23-minütige Instrumental „Play“ für eine gemeinsame Performance einzuüben und unter den Teilnehmern wurde zusätzlich ein Teilstipendium der BIMM vergeben. Zur Seite standen ihnen unter anderem Tocotronics Rick McPhail und Coaches des British and Irish Institute of Modern Music (BIMM).

Ein Filmteam von Drop Images begleitete die Proben und fasste erste Eindrücke zum PLAY Music Camp in einem kurzen Recap-Video zusammen:

BIMM-Tutor Randy Black lobt die Nachwuchsmusiker: „Die meisten Kids lernen drei- bis fünfminütige Songs. Das hier ist ein 23-minütiges Instrumental. So lange konzentriert zu bleiben ist definitiv eine Herausforderung.“ Black und seine Kollegen wählten Aaron Laurig (Gitarre), Eric Stuelpnagel (Bass), Flavia Messinese (Gitarre), Joel Weckermann (Gitarre), Keylipp Liam Dallmann (Drums) und Sidney Busby (Keys) aus einem breiten Bewerberpool aus und betreuten sie über das Wochenende.

Da sich die Teilnehmer vorher nicht kannten, hebt Martin Stumpf, ein weiterer Coach, die soziale Komponente des Projekts hevor: „Sofort eine ganz enge Verbindung herzustellen, um überhaupt miteinander arbeiten zu können, ist als Erfahrung Gold wert. Das mag es auch in anderen Feldern geben, aber bei Musik passiert das einfach. Um als Band zu funktionieren, musst du eine enge Bindung zueinander aufbauen.“

Dave Grohl selbst zeigt sich begeistert vom Ergebnis und erklärt über die Social Media-Kanäle der Foo Fighters: „Germany!! This is SO amazing. Thanks so much for making the #PLAY music camp happen in Berlin. Thx to noisy Rooms, BIMM Berlin, Musikhaus Thomann, nhow Berlin, D’Angelico Guitars, HEAD OF PR, and everyone involved who supported this weekend. Most of all, our respect & thanks to the talented young musicians & mentors!“

Mehr Informationen zum Dave Grohl Music Camp, „Play“ und den Foo Fighters:

http://www.davegrohlmusiccamp.de // https://play.roswellfilms.com // https://de-de.facebook.com/foofighters/