Neuer und Alter Glanz bei den Innsbrucker Festwochen 2019

Großes Barockopernkino, Überraschungskonzerte und Schwerpunkte zu Kaiser Maximilian I. wie auch Antonio Cesti – die Innsbrucker Festwochen „glänzen“ von 16.7. bis 27.8.19 musikalisch für alle Geschmäcker.

Glanzlichter von einst und heute erstrahlen im Sommer 2019 bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in neuem Licht. So wird an Kaiser Maximilian I. und den italienischen Komponisten Antonio Cesti gedacht wie auch die zehnte Auflage des internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper, der Cesti-Wettbewerb, gefeiert. Mit Spannung erwartet wird die Wiederentdeckung der Barockoper „Merope von Riccardo Broschi. Bejun Mehta, Julia Lezhneva, die Akademie für Alte Musik Berlin und das La Folia Barockorchester, um nur einige Namen zu nennen, werden das Publikum begeistern.

Großes Barockopernkino

Beinahe 300 Jahre auf ihre Wiederentdeckung gewartet, gelangt Riccardo Broschis Oper Merope im August zur Aufführung. Broschi schrieb die Musik für seinen Bruder, den berühmten Kastratensänger Farinelli, in dessen Rolle der australische Countertenor David Hansen schlüpfen wird. Die Titelpartie singt Anna Bonitatibus, eine der renommiertesten Mezzosopranistinnen der Gegenwart. Festwochen-Intendant Alessandro De Marchi, der in „Merope“ erstmals das neu formierte Innsbrucker Festwochenorchester dirigiert, verspricht „großes Barockopernkino, mit grandiosen Arien, Märschen, Chören, Fanfaren und Tänzen.“ Regie führt die Belgierin Sigrid T’Hooft, die vor alledem für ihre historischen Inszenierungen und barocken Tanzchoreografien bekannt ist.

Schätze aus der Zeit von Kaiser Maximilian I.

Anlässlich des 500. Todestags von Kaiser Maximilian I. öffnen die Festwochen die Schatzkiste mit Musik von Habsburger Hofmusikern wie Heinrich Isaac und Paul Hofhaimer. Unter anderem wird dem legendären Zusammentreffen von Maximilians burgundischer und österreichischer Hofkapelle 1503 in Innsbruck ein Konzert mit drei der spannendsten Vokalensembles unserer Zeit gewidmet.

Zu Ehren von Antonio Cesti

Mehr als ein Jahrzehnt wirkte der Sänger und Komponist Antonio Cesti am Innsbrucker Hof und verfasste dort zahlreiche Opern. Anlässlich seines 350. Todestags kommt diesen Sommer erstmals seine turbulente Tragikomödie La Dori auf die Bühne. Überdies feiert der nach Cesti benannte Gesangswettbewerb 2019 ein Jubiläum: Vor zehn Jahren von Alessandro De Marchi ins Leben gerufen, ist er zu einer der weltweit bedeutendsten Bühnen für junge SängerInnen im Feld der Barockoper geworden. In der Barockoper:Jung 2019, Händels Ottone, Rè di Germania, wird der talentierte Sängernachwuchs des Cesti-Wettbewerbs 2018 sein Können unter Beweis stellen.

Berühmte Sänger, herausragende Ensembles

Egal ob Bejun Mehta, Valer Sabadus, David Hansen oder Terry Wey, sie alle, und damit die besten Countertenöre, sind 2019 zu Gast bei den Innsbrucker Festwochen. Aber auch weibliche Ausnahmestimmen wie jene von Julia Lezhneva, Vivica Genaux, Robin Johannsen, Karina Gauvin und Emőke Baráth sind bei Konzerten und Opern zu hören. Erleben kann man zum einen international renommierte Klangkörper wie die Hofkapelle München, die Akademie für Alte Musik Berlin, das La Folia Barockorchester und das Imaginarium Ensemble unter der Leitung von Enrico Onofri, zum anderen junge, aufstrebende Ensembles wie La Vaghezza, Seconda Prat!ca und das Asterion Ensemble. Im Introitus in Stams leitet Howard Arman SolistInnen des Chors des Bayerischen Rundfunks.

Überraschungen und Neuheiten

Doch dem nicht genug! 2019 gibt es eine ganz besonders spannende Premiere: Erstmalig spielen die Innsbrucker Promenadenkonzerte zusammen mit den Festwochen. Zum 350. Geburtstag der Innsbrucker Universität überreichen die Festwochen überdies drei Überraschungskonzerte: Ort und Zeit stehen fest, alles andere bleibt bis zum Konzertbeginn streng geheim.

Karten für alle Programmpunkte gibt’s hier.