oeticket.streaming debütiert aus dem Grazer Musikverein und mit aNNika

annika

Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Lösungen: Mit einer neuen Plattform können auch während der Pandemie Konzerte erlebt werden – wahlweise von der Couch, dem Bett oder der Badewanne aus.

Reisen und Musizieren, das sind die vielleicht zwei größten Leidenschaften der Wiener Singer/Songwriterin aNNika – erstes zudem die größte Inspiration für ihr aktuelles – zweites – Album „LUV“. Beide dieser Leidenschaften finden sich jedoch nun pandemiebedingt in große Mitleidenschaft gezogen: Reisen sind zurzeit nur unter mühsamen Bedingungen – wenn überhaupt – möglich, während der Kulturbranche seit März zwar kein Maulkorb, aber immerhin eine äußerst kurze Leine angelegt ist.

Bis vor kurzem waren für Herr und Frau Österreicher Reisen durch Europa allerdings noch alltäglich, ja: beinahe banal. Sonne, Strand und Fisch an einem Frühlingswochenende in Lissabon? Romantische Lagunenfahrten in Venedig oder ein Kuss unter dem Pariser Eiffelturm? Kultur und Geschichte hautnah in London? Oder die zauberhaften Altstädte von Amsterdam, Prag und Stockholm? Für den verwöhnten EU-Bürger alles kein Problem, zumeist sogar spontan und für kleines Geld zu haben.

Während die einen aus Österreich gerne wegreisen, reisen andere gern in Österreich ein: Aufgrund der zentralen Lage in Mitteleuropa ist gerade die Bundeshauptstadt ein beliebter und zumeist fix eingeplanter Stopp für beinahe sämtliche Tourneen, die Künstler nach Europa führen. Es gibt kaum einen Tag im Jahr, wo man nicht in einem der zahlreichen Theater-, Kabarett- oder Konzerthäuser Gaudium insistieren kann, es ist eher die Qual der Wahl, die den – wieder: verwöhnten – Österreicher plagt. Aber auch die Künstler fühlen sich auf den österreichischen Bühnen gut aufgehoben: Zugegeben, im internationalen Vergleich gilt das Publikum hier eher als verhalten, aber doch bekommt der Künstler hierzulande zumeist den Eindruck vermittelt, nicht nur toleriert, sondern vielmehr anerkannt, sein Berufsstamm gewürdigt zu werden – auch hinter der Bühne und in der Presse; Geschichtlich bedingt gilt der Künstler in Österreich noch als etwas und wird nicht als lotterhafte Lästigkeit abgespeist.

Natürlich ist Kulturgenuss nicht überlebensnotwendig, aber wie Kulturformat aktuell in Wien plakatiert, wären ohne Kultur unsere Ohren nur Brillenhalter, unsere Stimmbänder nur Sehnen und unsere Augen nur Lichtsensoren. Denn: Das Reisen in nahe oder ferne Länder ist gleichermaßen wie das Reisen in die zahlreichen Fantasiegeschichten, die uns die Kultur auf die Bühne zaubert, nicht ein reines Luxusgut, sondern ein dringend notwendiger Ausgleich zum Alltag, ein altbewährtes Hausmittel für eine gesunde Seele.

Reisefreiheit mit oeticket

Nachdem seit nun bald einem Jahr Herrn und Frau Österreicher beides genommen wurde – allein der sonntägliche Kirchenbesuch ist unserem Bundeskanzler heilig, kommt das Virus immerhin vom Ausland und nicht vom Himmel droben in unser schönes Land hinein – präsentiert oeticket mit dem heutigen Tag eine Innovation für zumindest kulturelle Reisen: Mit oeticket.streaming sind hinkünftig Konzerte in gewohnter Qualität auch zuhause, wahlweise auf der Couch, im Bett, in der Badewanne – oder wenn es sein muss: an der Küchenbar oder am Raucherbalkon – erlebbar, ganz gleich ob am Handy, am Laptop oder am Smart-TV.

Nun mögen für gar kompromisslose Freunde der Livekultur zwei Fragen im Raum stehen: Was soll das überhaupt, Konzerte streamen? Und: Was soll das überhaupt, dafür auch noch zahlen zu müssen?

Zugegeben, ein Konzert am Bildschirm zu verfolgen verhält sich im direkten Vergleich zum Erlebnis im Saal fast wie Kaufhaus Österreich zu Google, somit wird oeticket den Slogan „Live spürt man mehr.“ wohl auch noch fürderhin hochhalten. Das kollektive Liveerlebnis ist bei aller Bequemlichkeit, die Couchkonzerte mit sich bringen, nicht nachahmbar – selbst wenn die Göttergattin beim Bierholen absichtlich die Hälfte verschüttet und Nachbarn euphorisch gegen die Wand pumpern. Ja, Künstler von Scooter über Nick Cave und Neil Young bis hin Billie Eilish gaben in den letzten Monaten teils über-professionell aufgezogene Konzerte vor Geisterpublikum, die natürlich nett anzuschauen waren. Erlebnisse wie diese helfen uns interimistisch darüber hinweg, für einige Zeit abends nicht ins WUK oder die Stadthalle, ins Ronacher, den Stadtsaal oder den Rabenhof fahren zu können und uns hautnah unterhalten zu lassen. Erlebnisse wie diese helfen aber auch den Künstlern darüber hinweg, ansonsten für einige Zeit nur Bruchteile dessen zu verdienen, das ansonsten ihr Überleben sichert. Denn auch wenn allerorts von einem „Hype der Platte“ geschrieben wird: Künstler, die live nicht präsent sind, machen keine Knödel.

Deswegen auch: Die Gratiskultur in den ersten Wochen der Pandemie war nett und hat der Kulturbranche geholfen, ihre Zielgruppe auch während der behördlich verordneten Schließungen zu erreichen und ihrer Aufgabe nachzukommen, gerade in Zeiten der Krise für eine Zerstreuung zu sorgen. Wir dürfen jedoch alle nicht den Fehler machen und auf diesen Benefit zu bestehen, ein vermeintliches Anrecht auf kostenlose Befriedigung – denken wir das Pro und Contra von Bezahlschranken bei Online-Portalen – einzufordern. Kunst kostet, und zwar dem Künstler Kraft, Energie und Genius, und den Veranstalter gerade aufwändig aufbereiteter Digitalinhalte natürlich auch einiges – von Raummiete über Personal bis hin zur Technik selbst. Wenn wir, als Nutznießer und vielmehr noch Fans ein Fortbestehen der Kulturbranche garantieren wollen und nach der Pandemie wieder in die bunten Fantasiewelten der Künstler reisen möchten, dann heißt es jetzt, auch Onlineangebote mit einer Wertigkeit aufzuladen und entsprechend zu honorieren.

Premiere aus dem Grazer Musikverein und mit aNNika

So ist es nur naheliegend, dass der heimische Dreh- und Angelpunkt im Livegeschehen, die österreichische CTS-EVENTIM-Tochter oeticket, in der Pandemie nicht nur mit der Serie ALIVE@home österreichischen Künstlern eine digitale Präsentationsfläche bietet, sondern mit dem neuen Streaming-Portal das bewährte Live-Angebot auch um Online-Events – und zwar wahlweise live und on-demand – erweitert. Wohlgemerkt: Wie auch bei „normalen“ Veranstaltungen kommen die Inhalte von den Kulturinstitutionen selbst.

Den Auftakt der bezahlpflichtigen Onlinekonzerte setzt der Musikverein in Graz am 12. Dezember um 19.30 Uhr mit dem Orchesterkonzert der von Michael Werba gegründeten Philharmonia-Akademie Wien unter dem Dirigat von Oksana Lyniv (Ticketpreis € 5). Das Konzert wurde bereits am 2. November im Grazer Stefaniensaal aufgezeichnet. Am Programm stehen die „Sinfonia concertante“ von Wolfgang Amadeus Mozart und Sergei Sergejewitsch Prokofjews „Symphonie classique“ – die Künstler wurden, und das möge gesondert exponiert werden, honoriert wie für ein „normales Konzert“.

Bereits am nächsten Tag, am 13. Dezember und ebenfalls um 19.30 Uhr [zum Facebook-Event, powered by Erste Bank und Sparkasse, Ticketpreis € 12], freuen wir uns schon darauf, gemeinsam mit aNNika eine Ode an Bolzano und Wien zu intonieren, gegen europäische Binnenpiraten zu kämpfen und Tauben im polnischen Krakau zu fangen: Immerhin ist ihr Albumtitel „Luv“ der Seemannssprache entlehnt und bedeutet (im Gegensatz zu „Lee“) die dem Wind zugewandte Seite – und vom Wind lassen wir uns gerne treiben, hoffentlich möglichst rasch ans rettende Ufer, das Ende der Pandemie …

Tickets für den Musikverein und aNNika sind bei oeticket bereits im Verkauf, weitere Events folgen. Mehr Infos zum Projekt finden Sie bei oeticket und in der aktuellen Pressemeldung. Besuchen Sie auch die Präsenzen von aNNika und dem Grazer Musikverein.

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