Palazzo setzt 2020 aus

Palazzo

Palazzo gehört mit seiner kongenialen Mischung aus Varieté-Theater und Gourmetküche seit über einem Jahrzehnt zum winterlichen Unterhaltungstreiben in Wien. Diesen Freudenmomenten gehen wir dieses Jahr leider verlustig.

Das Glitzern unzähliger Lichter von Luster und Kerzen in den geschliffenen Bleiglasspiegeln, die Brokat- und Seidenausstattung und das reichhaltige Jugendstil-Interieur aus edlen Hölzern verbreiten im Spiegelpalast, der nun schon seit Jahren zur Herbstzeit nahe der Messe Wien errichtet wird, eine einzigartige Atmosphäre und lassen die Besucher in eine längst vergangene Welt eintauchen. Schade eigentlich, dass diese Form des extravaganten Nachtlebens durch das Aufkommen der Diskotheken Mitte des vorigen Jahrhunderts verdrängt wurde – aber immerhin: So gerät ein Abend bei Palazzo noch spezieller. Es ist ein Eintauchen in eine Genusswelt – kulinarischer wie showtechnischer Natur. Palazzo versteht sich fernab von minimalistischen Gourmetmenüs in steifer Atmosphäre als Potpourri aus ansprechender Haubenküche und internationalen, ausgezeichneten Künstlern, die einen Abend kredenzen, der alle Spielarten des Varietés kongenial vereint, stets in angenehmer und nicht aufdringlicher Interaktion mit dem Publikum. Kurz: Ein Abend voller Leben.

So einen Abend, der das Leben in Bausch und Bogen zelebriert, ist etwas, das wir uns auch für den kommenden Herbst und Winter sehnlichst gewünscht hätten. Gerade in Krisenzeiten und Zeiten von sozialer Distanz freuen sich viele Menschen darauf, Veranstaltungen jeglicher Art schnellstmöglich wieder in gewohntem Umfang erleben zu dürfen – noch mehr jedoch Veranstaltungen, die endlich wieder Licht in die Tristesse bringen. Jedoch: Palazzo muss 2020 leider pausieren und wird erst wieder 2021 Wien in einen Zauber hüllen.

Die Aussetzung der Spielzeit ist eine große Enttäuschung und macht uns sehr traurig, aber diese Entscheidung ist – aus Verantwortung gegenüber unseren Gästen und zur Sicherung der Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter – leider alternativlos. Die Gesamtsituation ist umso enttäuschender für uns, da wir erst vor wenigen Wochen eine weitere großartige Saison in Wien beenden konnten. Unser schönes Produkt lebt nicht nur von einer hohen Auslastung, sondern auch von der außergewöhnlichen Atmosphäre im Spiegelzelt. Mit den zu erwartenden Abstandsregeln ist diese Form von Entertainment und Gastronomie im kommenden Winter wirtschaftlich nicht umsetzbar. Die Planung und Organisation einer Palazzo-Show und des damit verbundenen Restaurantbetriebs sind mit einem enormen Aufwand verbunden. Das gesamte Team arbeitet gemeinsam mit unzähligen Beteiligten und unseren regionalen Partnern über viele Monate an der Vorbereitung. Um diese komplexen Aufgaben bewältigen zu können, ist eine langfristige Planungssicherheit unabdingbar. Diese ist für uns, ausgehend von der aktuellen Situation, für eine diesjährige Spielzeit nicht gegeben, denn gut sechs Monate vor dem geplanten Starttermin in die neue Saison sind konkrete Rahmenbedingungen durch die anhaltende Pandemie allenfalls zu erahnen.

PALAZZO-Geschäftsführerin Michaela Töpfer

PALAZZO hat sich für mich in all den Jahren zu einem echten Herzensprojekt entwickelt. Auch wenn im Rahmen der Ausnahmesituation in diesem Jahr völlig andere Themen im Vordergrund stehen – eine Winterzeit ohne unser Spiegelzelt im Prater ist für mich im Moment nur schwer vorstellbar. Trotzdem blicken wir positiv in die Zukunft und freuen uns darauf, Sie im nächsten Jahr erneut mit Gaumenfreuden und einer spektakulären Show begeistern zu dürfen.

PALAZZO-Gastgeber Toni Mörwald

Im Herbst 2021 erwartet uns dafür eine neue Show und ein neues Menü, der Vorverkauf dafür startet voraussichtlich bereits diesen November – und so wie ich Palazzo kenne, werden sie uns für den Verlust einer ganzen Saison mehr als großzügig entschädigen: Das wird groß!

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