Presserundschau: „Die Zauberflöte“

Große Begeisterung bei der gestrigen Premiere von Mozarts „Zauberflöte“ im Steinbruch St. Margarethen.

Mit der „Zauberflöte“ schuf Wolfgang Amadeus Mozart Ende des 18. Jahrhunderts ein Stück (Musik-) Theatergeschichte, das noch heute Menschen auf der ganzen Welt zu begeistern weiß. Und genau das tat die Oper bei ihrer gestrigen Premiere im Römersteinbruch von St. Margarethen. Erfrischend unkonventionell brachte das Regieduo Cornelius Obonya und Carolin Pienkos das Werk mit Segway fahrenden Knaben, außergewöhnlichen Projektionen (Bühnenbild: Raimund Bauer) und einem Papageno (Max Simonischek), der zur eigenen Glockenspiel-Einlage abgroovt auf die burgenländische Open-Air-Bühne. Das Publikum belohnte die künstlerischen Leistungen mit frenetischem Applaus, den nur das traditionelle Feuerwerk übertönen konnte.

Pressestimmen

Wolfgang Amadeus Mozarts beliebte Oper wird unter der Regie von Cornelius Obonya und Carolin Pienkos zu einem opulenten Singspiel, das mit viel Witz und Liebe zum Detail inszeniert ist.

Ulla Csenar/ burgenland.ORF.at, 11.07.

Am Mittwochabend hat die Premiere von Mozarts „Die Zauberflöte“ in einer aufwendigen Inszenierung von Carolin Pienkos und Cornelius Obonya durchaus ambivalente Eindrücke hinterlassen.

Ewald Baringer/ Kleine Zeitung, 11.07.

Das Bühnenbild von Raimund Bauer bietet den imposanten Rahmen für die fantastische Handlung: Eine 20 Meter hohe Konstruktion aus unzähligen weißen Kugeln symbolisiert einen „himmlischen Wolkenstrudel“, der sich mittels spektakulärer LED-Lichtspiele unter anderem in lodernde Flammen oder riesige Meereswellen verwandelt.

Ulla Csenar/ burgenland.ORF.at, 11.07.

Mit präzisen, stimmungsvollen Videoprojektionen bestrahlt, wird Raimund Bauers Blasenbau zu einer dermaßen beeindruckenden Schau, dass reihum entzückt die Fotografiertelefone gezückt werden.

Stefan Ender/ Der Standard, 11.07.

Durchwegs ästhetisch gelungen sind die Kostüme, originell die drei versilberten Knaben, die mit dem Speer in der Hand per Segway durch die Gegend kurven.

Ewald Baringer/ Kleine Zeitung, 11.07.

Und die Sänger? Machen es gut. Attilio Glaser singt einen Tamino mit weich schwingendem Timbre (inklusive heldischer Emphase), Ana Maria Labin fasziniert als Pamina mit einer runden, sinnlichen Höhe. Luke Stoker bietet als Sarastro einschläfernden Wohlklang, Theresa Dax weckt als arthritische Papagena mit ihrem kecken Spiel wieder auf.

Stefan Ender/ Der Standard, 11.07.

Bei der Premiere beeindruckten die Sängerinnen und Sänger – besonders Koloratursopranistin Danae Kontora, die – scheinbar mühelos in luftiger Höhe auf einer riesigen blauen Kugel stehend – die „Arie der Königin der Nacht“ singt. In der Rolle des Papageno ist – dem Original folgend – ein Schauspieler zu sehen – und zu hören: Max Simonischek meisterte die ungewohnte Rolle als Sänger sympathisch und mit viel Tempo.

Ulla Csenar/ burgenland.ORF.at, 11.07.

Max Simonischek als Papageno ist eine sympathische Besetzung, wird denn diese Rolle sichtlich in die Nähe des Altwiener Volksstücks und des Coupletgesangs gerückt.

Ewald Baringer/ Kleine Zeitung, 11.07.

Beeindruckende Bühnenshow, farbenprächtige Fantasy-Kostüme und eindrucksvolle Sänger – so lässt sich die Premiere der „Zauberflöte“ am Mittwoch im Steinbruch St. Margarethen auf den Punkt bringen. Das Publikum spendete begeisterten Schlussapplaus.

Ulla Csenar/ burgenland.ORF.at, 11.07.
Foto: OETICKET

Handlung

Der Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht entsandt, ihre Tochter Pamina zu retten, die von Sarastro entführt wurde. Ihm zur Seite gestellt wird der Vogelfänger Papageno. Tamino erhält eine Zauberflöte, Papageno ein magisches Glockenspiel um wilde Tiere zu zähmen, Prüfungen zu bestehen und Rätsel zu lösen. Wer wird siegen – Nacht oder Tag? Gut oder Böse? Am Ende bleibt allein die Liebe die Siegerin. Prinz und Prinzessin finden zueinander, gehen miteinander durch Feuer und Wasser, und auch der Vogelfänger darf sein „geliebtes Täubchen“ in die Arme schließen.

Besetzung

Regie Cornelius Obonya, Carolin Pienkos
Musikalische Leitung Karsten Januschke
Bühnenbild Raimund Bauer
Kostüme Gianluca Falaschi
Lichtdesign Friedrich Rom
Choreografie Kati Farkas
Chorleitung Walter Zeh

Papageno Max Simonischek
Cover Papageno Uwe Schenker-Primus
Papagena Theresa Dax/ Martina Fender
Tamino Attilio Glaser/ Martin Piskorski
Pamina Ana Maria Labin/ Kateryna Kasper
Sarastro Luke Stoker/ Bodgan Talos
Königin der Nacht Danae Kontora/ Maria Kublashvili
Sprecher/ 2. Priester/ 2. Geharnischter Uwe Schenker-Primus/ Günter Haumer
1. Priester/ 1. Geharnischter Michael McCown/ Tamás Tarjányi
1. Dame Elizabeth Reiter/ Réka Kristóf
2. Dame Nina Tarandek/ Judith Beifuß
3. Dame Maria Luise Dreßen/ Henriette Gödde
Monostatos Keith Bernard Stonum/ Benedikt Nawrath
3 Knaben Wiltener Sängerknaben
Chor Philharmonia Chor Wien
Orchester Orchester der Budapester Philharmonischen Gesellschaft

Erleben Sie mit Mozarts „Zauberflöte“ noch bis 17. August die Rückkehr der Oper in den Römersteinbruch!