Ronia hat ein Faible für Minimalismus

Ronia

Die Grazerin Ronia reduziert auf ihren 7 Quadratmetern Wohnfläche ihre Kunst aufs Wesentlichste: Das Ergebnis ist der intensive Dialog „Trapped“.

Ronia ist ein One Woman-Projekt. Trotzdem immer dabei: Der Zufall, alte Märchenfilme und Moondog. Die Soundtracks klassischer Märchenfilme des mittleren 20. Jahrhunderts (z. B. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Cinderella“) begleiten Ronia schon seit ihrer Kindheit in Graz.

Mit ihrem großen Vorbild, dem als Straßenmusiker bekannt gewordenen Moondog, verbindet die Neo-Wienerin der Hang zu Minimalismus und eine eigentümliche Art des Komponierens. So spielt nämlich der Zufall bei ihr eine nicht unwesentliche Rolle, etwa wenn in ihrem 7m² kleinen Zimmer, in dem sie ihre Musik selbst aufnimmt, etwas unabsichtlich aufs Klavier fällt und so eine neue Melodie anstößt. Dabei entstehen oft minimalistische Klangfiguren aus aufs Notwendigste heruntergebrochenen Klavierthemen, mit Bedacht eingesetzten Snythesizerflächen und Akzenten durch Tuba, Trompete oder Streicher. Im Vordergrund stellt die Stimme der Autodidaktin Ronia fundamentale Fragen übers menschliche Miteinander.

So auch in Ronia Debütsingle „Trapped“, einem minimal Walzer im ¾-Takt, der wie seine rhythmische Vorlage zu zweit getanzt wird. Es ist nämlich ein Dialog zweier Stimmen, eine trapped, also gefangen, die andere versucht, vorerst vergeblich, zu befreien. Die letzte Strophe löst die Hoffnungslosigkeit auf, indem die zweite Stimme der ersten versichert, dass ohne Dunkelheit kein Licht existieren kann.

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