Ruhmer: eine etwas andere Liebeserklärung

Ruhmer

Mit „Penlove“ legt Ruhmer nach „Kill Me Now“ seine zweite Single vor.

„I never do it right, I’m doing it wrong“ hieß es in der ersten Strophe des funky Debüts „Kill Me Now“ von Ruhmer. Von wegen: die Single schaffte es auf Platz 3 der FM4 Charts und rotierte auch außerhalb des heimischen Radios. Es erwies sich also doch als richtig, Drum Sticks und Snare gegen Stift und Stimme zu tauschen.

Nun ist Ruhmer mit seiner zweiten Single „Penlove“ zurück, einer Liebeserklärung an eben jenen Stift, der ihm auch beim Entstehen seines ersten Ohrwurms behilflich war.

Die Verzerrung und Getriebenheit im Sound verbinden sich dabei perfekt mit der Energie, die der Track auch thematisch mitbringt: in „Penlove“ begibt sich Ruhmer auf eine manische Reise zwischen die Zeilen, ins Meta-Universum seiner Songs: „Looking at the lines that I draw, evolving into words“ – er beschreibt das paradoxe Gefühl von Frustration und gleichzeitiger Befreiung, das er im Prozess des Schreibens, im sogenannten „Stream of Consciousness“, erfährt (z. B. auch bekannt durch Literaturgrößen wie James Joyce, Virginia Woolf & Jack Kerouac).
Das ist auch der Name jener Schreibtechnik, die nicht nur Existenz, sondern auch Inhalt für „Penlove“ sicherstellte und die titelgebende Affektion zu besagtem Stift überhaupt erst herbeiführte. Drei Seiten pro Tag schreibt Ruhmer auf diese Weise, den Blick auf Hand und Stift gerichtet, ohne Filter und Unterbrechung. Dies führt ihn schließlich zur Frage: „Wenn ich solch kreative Energie aus bloß drei handgeschriebenen Seiten pro Tag ziehen kann, was passiert dann, wenn ich 12 Stunden am Stück, ohne Pause, meine Gedanken aufschreibe?“

Am 28. Jänner zu Mittag, genau 12 Stunden vor dem Release seiner zweiten Single, begibt Ruhmer sich in den „Stream of Consciousness“ und schrieb, ohne Unterbrechung, bis Mitternacht – „12 hours non stop – where will my mind take me?“ Das ganze konnte man live auf Instagram mitverfolgen.