🇦🇹 Sophie Löw von Culk debütiert als Sophia Blenda

Sophia Blenda

Culk-Sängerin Sophie Löw stellt mit „Wie laut es war“ ihre erste Solo-Single vor: ein feministisches Statement, klanglich herausragend.

SOPHIA BLENDA heißt das neue Soloprojekt von Culk-Sängerin und Texterin Sophie Löw. Hatten Culk in den letzten Jahren zwei hervorragende, von Dunkelheit durchzogene und doch strahlend helle, von existenzialistischem Postpunk durchwirkte Indierock-Alben veröffentlicht, auf denen sie nicht zuletzt ein feministisches Statement gegen die überkommene Ordnung der Geschlechterverhältnisse setzten und Machtverhältnisse, Konformitätsdruck und das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft beleuchteten, tritt Sophie Löw nun als SOPHIA BLENDA mit ihrem Solo-Debüt in die Öffentlichkeit.

Mit der Single „Wie laut es war“ und dem dazugehörenden Video präsentiert die 26-jährige Wienerin ein intensives Stück Kammerpop, das von Ängsten, Zwängen und Gewalt erzählt – aufwühlend laut, kaum auszuhalten und doch voll Schönheit.

„Wir halten dich weiter ohne Ungeduld“ singt sie; ein Eintreten für Zusammenhalt und Gemeinschaft, ein Plädoyer für das gemeinsame Durchstehen und Aushalten von Situationen, von Lebensabschnitten, die alleine schlichtweg nicht auszuhalten wären. Dazu umschleichen filmische Streicher das im Zentrum stehende Klavier, das die besungenen Verletzungen mantraartig Ton um Ton bedecken und begraben und in die Vergangenheit verweisen.

SOPHIA BLENDA ist die Vertreterin einer Generation, deren Frauen sich zugleich mutig und resigniert, eingeschüchtert und gesehen fühlen. Einer Generation, deren Ängste immer lauter werden, aber ungehört bleiben. Die Angst ist da, doch die Sehnsucht nach Befreiung davon ist größer.

Das dazugehörige Musikvideo zeigt intime Momente einer Freundschaft. Mit Fingerspitzen inszeniert der Wiener Filmemacher Gabriel Hyden ein großes Gefühlskino über das ambivalente Verhältnis zwischen Unzertrennlichkeit und Abschied, Abhängigkeit und Selbstbestimmung. Die Idee zum Musikvideo stammt von Sophie Löw.

„Wie laut es war“ ist für mich meine persönliche Art von Liebesbrief an eine mir sehr nahestehende Person. Liebesbrief im Sinne von Anerkennung. Ich sehe das Lied auch als Denkmal für die Dinge, die wir gemeinsam erlebt haben und als Ritual dafür, die Vergangenheit in der Vergangenheit zu lassen und Frieden damit zu schließen. Der Text soll, wie schon der Name verrät, schildern ‚Wie laut es war‘ und ist geprägt von Angstzuständen, Zwängen und Gewalt. Am wichtigsten ist mir aber die Zeile ‚Wir halten dich weiter ohne Ungeduld‘, weil sie diese unglaubliche Stärke ausdrückt, die Menschen entwickeln können, wenn sie zusammenhalten, etwas gemeinsam aushalten und einander nicht loslassen oder aufgeben.

Sophie Löw